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Wohnungsmarkt: Nur 2,6 Prozent aller Mietverträge sind Indexmietverträge

Köln – Bundesweit spielen Indexmietverträge weiterhin nur eine kleine Rolle, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Wer allerdings in einen Neubau in einer Großstadt zieht, muss bei knapp jedem fünften Vertrag mit einer Indexmiete rechnen.

18. Juni 2025
IW
IW

Bei einem Indexmietvertrag kann die Miete jährlich um die Inflationsrate angehoben werden. Steigen die Verbraucherpreise, wird auch die eigene Wohnung teurer. Eine neue IW-Auswertung auf Basis des Ariadne-Wärme- und Wohnen-Panels zeigt: Nur 2,6 Prozent aller Mietverträge sind Indexmietverträge. Selbst in den sieben größten Städten der Bundesrepublik ist der Indexmietvertrag noch eine Randerscheinung, ihr Anteil an allen Mietverträgen beträgt 4,1 Prozent.

Mieter in Großstädten häufiger betroffen

Erst mit dem Blick auf Wohngebäude, die ab 2014 gebaut wurden, ergibt sich ein anderes Bild. Hier ist mit fast 19 Prozent rund jeder fünfte Vertrag ein Indexmietvertrag. Weil Modernisierungskosten bei Indexmietverträgen nicht auf die Mieter umgelegt werden können, sind diese Mietverträge vor allem bei neueren Gebäuden für Vermieter attraktiv – hier muss seltener modernisiert werden. Auch aus Mietersicht sind Indexmieten vorteilhaft, wenn die Lebenshaltungskosten weniger stark steigen als die Mieten. Das war vor allem in den größten Städten in den 2010er Jahren der Fall und ist aktuell wieder zu beobachten. Die Jahre 2022 und 2023 mit unerwartet hohen Inflationsraten waren eine Ausnahme, seither hat die Debatte um Indexmieten wieder an Schärfe verloren.

Wohnungsbestand effizient nutzen

Das eigentliche Problem am Mietwohnungsmarkt ist die wachsende Kluft zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten. Sie führt zum sogenannten Lock-in-Effekt: Menschen verbleiben ungewollt in Wohnungen, die eigentlich nicht zu ihrer Lebenssituation passen. Wenn gleichzeitig noch zu wenig gebaut wird, trifft eine hohe Wohnraumnachfrage auf ein zu kleines und festgefahrenes Angebot. „Insbesondere in den Großstädten ist das ein echtes Problem“, sagte Studienautor und IW-Immobilienökonom Christian Oberst. Würden Mietpreisanpassungen häufiger, dafür aber in kleineren und planbaren Schritten erfolgen, könnte das den Wohnungsmarkt langfristig effizienter machen. Auch flexiblere Modelle der Indexmiete, etwa solche, die sich an Mietpreisindizes statt an der allgemeinen Inflation orientieren, wären hilfreich.

Die Auswertung basiert auf der vierten Welle (2024) des Ariadne-Wärme-und-Wohnen-Panels, an dem seit 2021 jährlich rund 15.000 Haushalte teilnehmen – darunter 5.149 Mieterhaushalte in der ausgewerteten Erhebungswelle. Die Konzeption der Befragung erfolgt durch das RWI (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung), das PIK (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) und das IW in enger Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa, im Rahmen des vom BMBF geförderten Ariadne-Projekts. (hen)

Die Publikation finden Sie unter www.iwkoeln.de im Bereich Studien

QR: https://www.iwkoeln.de/studien/ralph-henger-christian-oberst-jan-buechel-indexmieten-bleiben-randerscheinung-ausser-im-neubau-und-in-grossstaedten.html

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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