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Wohnungs- und Bauwirtschaft kritisieren DIN-Entwurf für „Verkehrssicherheitsüberprüfung für Wohngebäude“

Berlin – Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie haben sich mit einem gemeinsamen Schreiben an das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) gewandt. Anlass ist der aktuelle Entwurf der DIN 94681, der aus Sicht beider Verbände zu erheblichen Belastungen für die Wohnungswirtschaft führen könnte.

8. April 2025
adobestock
Boris Zerwann

Zusätzlich zu dem gemeinsamen Anschreiben hat der GdW eine ausführliche Stellungnahme eingereicht, in der die potenziellen Auswirkungen der geplanten Norm detailliert aufgearbeitet werden. Der Entwurf der DIN 94681 ist aus Sicht des GdW besonders kritisch zu bewerten, weil er mit überzogenen Anforderungen die Wohnkosten weiter steigen lassen könnte – und das in einer Zeit, in der die Normung insgesamt bereits wegen ihrer kostentreibenden Wirkung stark in der Kritik steht.

Kritik an Umsetzbarkeit und Rechtswirkung

Kritisch sehen die Verbände auch die vorgesehenen Dokumentationspflichten, die mit der Norm einhergehen sollen. Diese wären für viele Wohnungsunternehmen, private Vermieter und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) kaum umsetzbar.Besonders problematisch ist, dass die starre Anwendung aktueller Normen in den Bestandsschutz eingreift und zu kostspieligen Nachrüstungen führen könnte.Auch die unklare Abgrenzung zwischen Betreiber- und Verkehrssicherungspflichten erzeugt Unsicherheiten und unnötigen Mehraufwand. Statt Rechtssicherheit zu schaffen, drohen neue Bürokratielasten und steigende Wohnkosten. Zudem ist kritisch zu sehen, dass technische Regelwerke, wie diese, in gerichtlichen Auseinandersetzungen oft als allgemein anerkannte Regeln der Technik gewertet werden und dadurch faktisch eine verpflichtende Wirkung entfalten. Normen sollen zwar nur eine Empfehlung darstellen, werden aber in der Praxis wie gesetzesgleiche Bestimmungen behandelt, was ihre Tragweite erheblich verstärkt.

Verfahren stoppen, praktikable Lösungen finden

Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt fordern GdW und Bauindustrie, das Normungsverfahren einzustellen. Die Branche braucht praktikable und wirtschaftlich tragfähige Instrumente – nicht zusätzliche Regulierung. Statt einer neuen technischen Norm schlagen sie die Entwicklung eines praxisorientierten Leitfadens vor, der Orientierung bietet, ohne neue Belastungen zu erzeugen. (böh/zeis)

Die #Wärmewende scheitert nicht an fehlenden Projektideen. Entscheidend ist ihre Finanzierung – und die richtige politische sowie regulatorische Rahmensetzung. Neue Wärmenetze und moderne Infrastrukturen benötigen viel Kapital und lange Planungshorizonte. Gleichzeitig beeinflussen Regulierungen, die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), Baukosten und Anschlussquoten die Wirtschaftlichkeit. Doch wie gelingt der praktische Übergang? Von Fragen wie dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) auf dem Prüfstand bis hin zur Frage, wie man Fernwärme und Wärmepumpe intelligent miteinander versöhnen kann, gibt es viel zu besprechen. Stadtwerke, Banken, Investoren und die Wohnungswirtschaft müssen daher früh klären: • Welche Projekte erfüllen die Finanzierungskriterien? • Wie lassen sich Risiken fair verteilen? • Welche Förderinstrumente und Rahmenbedingungen (wie das GMG oder die Kommunale Wärmeplanung) schaffen echte Planungssicherheit? • Wie entstehen tragfähige Refinanzierungsmodelle im Wärmemarkt? Genau diesen drängenden Fragen widmen wir uns bei der Energiemanager-Konferenz 2026 im Rahmen des Themenblocks „Positionen zum Fortgang der Wärmewende“. Wir freuen uns sehr auf den hochkarätigen Austausch und die Diskussion mit starken Expertinnen und Experten aus der Praxis: 🎙️ @[Ingeborg Esser] (Hauptgeschäftsführung, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft) 🎙️@[Kerstin Andreae] (Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung, @[BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.]) 🎙️ Klaus Köhler (Partner, m3 management consulting) 🎙️ Andreas Reinhardt (Geschäftsführer, @[Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg GmbH]) https://lnkd.in/dKMhAs-f

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