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Wirtschaftsbericht 2025: Ernüchternde Zahlen und kontroverse Einschätzungen

Berlin – Am 31. Januar 2025 hat Wirtschaftsminister Robert Habeck die neue Prognose für das Wirtschaftswachstum vorgestellt. Laut der aktuellen Einschätzung der Bundesregierung wird die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr lediglich um 0,3 Prozent wachsen. Dies stellt eine erhebliche Absenkung der zuvor prognostizierten 1,1 Prozent dar und zeigt die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen.

5. Februar 2025
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Trotz dieser ernüchternden Zahlen betonte Habeck in seiner Rede einige positive Entwicklungen, darunter eine vermeintliche Zunahme von Baugenehmigungen. Ein Blick auf die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) dazu zeichnet jedoch ein anderes Bild.

Laut Destatis wurden im November 2024 insgesamt 14.200 Wohnungen in neu zu errichtenden Wohngebäuden genehmigt. Dies entspricht einem Rückgang von 16,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In der Gesamtbetrachtung von Januar bis November 2024 wurden 158.000 Neubauwohnungen genehmigt, was einem Rückgang von 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 22,1 Prozent auf 34.800 zurück. Bei den Zweifamilienhäusern sank die Zahl genehmigter Wohnungen um 12,7 Prozent auf 11.700. Auch bei der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, den Mehrfamilienhäusern, verringerte sich die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich um 22,4 Prozent auf 101.200 Wohnungen.

Zusätzlich meldete Destatis am 30. Januar, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2024 um 0,2 Prozent gegenüber dem dritten Quartal gesunken ist. Diese Entwicklung unterstreicht die konjunkturelle Schwäche und verdeutlicht die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme. (bur/zeis)

Mehr Baugenehmigungen – aber trübe Stimmung beim #Wohnungsbau 🏗️ Die Baugenehmigungen steigen zwar (August: +6,8 %), doch von einer echten Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sind wir weit entfernt. Die harten Fakten: 👉 Massive Lücke: Wir brauchen jährlich 320.000 neue Wohnungen, erwarten in diesem Jahr aber nur rund 200.000 Fertigstellungen. 👉 Getrübtes Klima: Das ifo-Institut meldet für September -25,1 Punkte im Wohnungsbau; 41,3 % der Unternehmen klagen über Auftragsmangel. 👉 Das Kernproblem: Solange sich der Neubau wirtschaftlich nicht rechnet, bleiben genehmigte Wohnungen schlicht ungebaut. Was jetzt geschehen muss: 1. Gebäudetyp E schnell umsetzen: Einfacher Gebäudebasisstandard („E wie einfach“) baut kostentreibende Anforderungen ab. 2. Verlässliche Förderung: Förderlücken bei der Neubauförderung (EH55-Plus) und Kürzungen für 2027 müssen unbedingt vermieden werden. 3. Rahmen- und Investitionsbedingungen verbessern: Die Investorenkonferenz der Bundesregierung am 19./20. Oktober muss endlich konkrete wirtschaftliche Taten liefern.

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