Wie klimaangepasst sind deutsche Städte? Neues Dashboard macht Unterschiede sichtbar
Das Stadtklimadashboard wurde am 7. Mai 2026 auf dem 4. Bundeskongress „Grün in der Stadt“ vorgestellt und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Künftig sollen die wichtigsten Indikatoren regelmäßig für alle deutschen Städte ab 10.000 Einwohnern berechnet werden.
Im Mittelpunkt der Darstellung stehen zwei zentrale Indikatoren. Die Erreichbarkeit kühlender Grünflächen beschreibt, wie viele Menschen Grün- und Wasserflächen innerhalb von 500 Metern zu Fuß erreichen können. Der Indikator zu versickerungsfähigen Oberflächen zeigt, wie hoch der Anteil wenig oder nicht versiegelter Flächen im Siedlungsgebiet ist. Diese Flächen tragen dazu bei, Regenwasser aufzunehmen und das Stadtklima zu verbessern.
Darüber hinaus umfasst das Dashboard weitere Auswertungen zur Grünausstattung im Siedlungsraum, zur Grünversorgung pro Einwohner, zum Grünvolumen in Städten und zu Flächen mit Defiziten in der Grünversorgung. Zudem werden Indikatoren zum städtischen Grün im Kontext der EU-Wiederherstellungsverordnung dargestellt.
Die Berechnungen basieren auf Geobasisdaten der Landesvermessungsämter, Satellitendaten sowie Bevölkerungsdaten des Zensus 2022. Für die Erreichbarkeit von Grünflächen wird angenommen, dass diese innerhalb von 500 Metern über das Straßen- und Wegenetz fußläufig erreichbar sind.
Das Dashboard ist Ergebnis des Forschungsprojekts „Stadtklimadashboard – Praxistest von Indikatoren zur Stadtklimaanpassung“. Auftraggeber des Projekts sind das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sowie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Das Projekt wurde seit Juli 2024 von einem Konsortium aus Wissenschaft und Praxis umgesetzt. ⇒
Das Dashboard finden Sie unter stadtklimadashboard.de