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Weniger Autoverkehr, mehr Stadt

Bonn – Eine vergleichende Analyse europäischer Städte – von der Metropole Paris bis zur Mittelstadt Villach – macht deutlich, mit welchen Strategien der Autoverkehr reduziert und urbane Lebensqualität gesteigert wird.

26. Januar 2026
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Verkehrsreduzierte Innenstädte sind kein Zufallsprodukt. Sie entstehen dort, wo Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft ein gemeinsames Ziel verfolgen und dieses konsequent umsetzen. Eine Untersuchung von sieben europäischen Städten zeigt, mit welchen Strategien Kommunen den motorisierten Individualverkehr wirksam begrenzen und gleichzeitig urbane Lebensqualität stärken.

Das Spektrum der untersuchten Städte reicht von der Pariser Innenstadt inmitten einer großen Metropolregion bis zu deutlich kleineren und peripher gelegenen Städten wie Umeå in Schweden (132.000 Einwohnerinnen und Einwohner), Pontevedra in Spanien (82.000) oder Villach in Österreich (65.000). Dazwischen liegen Städte wie Wien, Zürich und Delft. Trotz ihrer sehr unterschiedlichen Größen, räumlichen Struktur und Ausgangslagen zeigen sich ähnliche Handlungsmuster.

Vier Hebel für verkehrsreduzierte Innenstädte

Der Wandel beginnt meist im Quartier. Städte, in denen die negativen Folgen des Autoverkehrs spürbar werden, investieren gezielt in die Aufwertung von Wohn- und Innenstadtbereichen – mit mehr Aufenthaltsqualität, Schulstraßen oder erweiterten Fußgängerzonen. Diese Maßnahmen zur Aufwertung des öffentlichen Raums greifen besonders dann, wenn sie mit einer Beschränkung des Autoverkehrs verbunden sind. Paris koppelt die Aufwertung ganzer Viertel systematisch an Tempolimits, Durchfahrtsbeschränkungen und den Rückbau von Fahrspuren. Pontevedra geht einen Schritt weiter und unterbindet den Durchgangsverkehr in der Innenstadt weitgehend. 

Ein zweiter zentraler Hebel ist das Parkraummanagement. In allen untersuchten Städten zählt es zu den effektivsten Steuerungsinstrumenten. Öffentliche Stellplätze werden schrittweise reduziert, Parkgebühren angepasst und anhand transparenter, sachlicher Kriterien ausgestaltet, etwa nach Flächeninanspruchnahme, Umweltwirkungen oder Nutzungszwecken. Gleichzeitig schaffen Städte Ausweichmöglichkeiten: Park-and-Ride-Angebote, Parkhäuser oder kostenfreie Stellplätze am Stadtrand. Entscheidend ist die Kombination aus Verknappung im Zentrum und Alternativen am Rand. (schla)

Fraunhofer ISI

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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