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Wärmepumpen für die Wärmewende im Bestand

Stuttgart – Mit modularen Energiezentralen, die via Wärmepumpen ganze Häuserzeilen rein aus regenerativen Quellen mit Wärme versorgen, setzt die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) innovative Lösungen um und treibt so die Wärmewende voran.

2. Oktober 2025
Jürgen Pollack
Die Energiezentrale der SWSG am Hausenring beherbergt vier Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Jürgen Pollack

In Weilimdorf-Hausen bei Stuttgart hat die SWSG erstmals ein industriell vorgefertigtes Energiemodul eingesetzt, das ein Mehrfamilienhaus mit 24 Wohnungen mit Heizwärme und Warmwasser versorgt. Die mit Ökostrom betriebenen Luft-Wasser-Wärmepumpen ersetzen die bisherige Gasheizungsanlage. Damit entfallen die direkten CO₂-Emissionen aus der Gasverbrennung vor Ort. Die gesamte Treibhausgasbilanz der Wärmeversorgung hängt darüber hinaus unter anderem von der Strombereitstellung und den eingesetzten Anlagen ab.

Für die Heizungsumstellung nennt die SWSG Investitionskosten von rund 250 Euro pro Quadratmeter. Eine umfassende energetische Sanierung würde nach ihrer Einschätzung etwa 2.000 bis 3.000 Euro pro Quadratmeter kosten. Die Beträge beziehen sich auf unterschiedliche Maßnahmenumfänge: Bei diesem Projekt bleiben die Gebäudehülle und das bestehende Wärmeverteilungssystem erhalten.

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🏗️ Baugenehmigungen steigen – jetzt muss aus Zuversicht bezahlbarer Wohnraum werden Die Genehmigungszahlen zeigen weiter nach oben: Im Juli wurden bundesweit 22.500 Wohnungen genehmigt, 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von Januar bis Juli waren es 148.800 Wohnungen – ein Plus von 12,9 Prozent. Besonders wichtig für den Mietwohnungsbau: Bei neuen Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 15,1 Prozent auf 79.700. Das ist ein ermutigendes Signal. Aber: Eine Genehmigung ist noch keine gebaute und vor allem keine bezahlbare Wohnung. Auch die jüngste ifo-Umfrage zeigt: Die Zuversicht im Wohnungsbau wächst, die aktuelle Geschäftslage bleibt jedoch schwierig. Was jetzt zählt: 🏠 Baukosten dauerhaft senken – mit einem praxistauglichen Gebäude-Basisstandard und weniger kostentreibenden Anforderungen. 🏠 Gebäudetyp E endlich rechtssicher machen. Die Verzögerungen dürfen so nicht weitergehen. 🏠 Serielles und modulares Bauen stärken und Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen. 🏠 Neubauförderung verlässlich gestalten, insbesondere für das bezahlbare mittlere Mietsegment, und die EH55-Plus-Förderung über das Jahresende hinaus fortführen. 🏠 Bei der Sonder-AfA nach § 7b EStG das vorgeschriebene Effizienzhaus-Niveau auf den kostengünstigeren EH55-Standard absenken. 📣 Bezahlbarer Neubau braucht mehr als steigende Genehmigungszahlen. Er braucht Rahmenbedingungen, unter denen Wohnungsunternehmen tatsächlich bauen können – und Menschen sich die entstehenden Wohnungen leisten können.

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