Urbane Datenplattformen im Vergleich
Berlin – Ob Geo-, Sensor- oder Verwaltungsdaten: UDP bündeln kommunale Informationen und schaffen so eine datenbasierte Grundlage – etwa für urbane digitale Zwillinge oder digitale Dienstleistungen wie Verkehrs-Apps oder Mängelmelder.
Die Studie vergleicht die fünf vielgenutzten Lösungen CIVITAS/CORE V1.0, dieUrban Data Space Platform, UrbanPulse, Stackableund CIVORA anhand technischer, organisatorischer und funktionaler Aspekte. Sie gibt einen strukturierten Überblick über Entwicklungs-, Lizenz- und Betreibermodelle. Im Fokus stehen auch Unterschiede bei Schnittstellen, Mandantenfähigkeit oder Visualisierung. Damit können Kommunen ihre Anforderungen gezielt mit dem verfügbaren Angebot abgleichen.
Mehr Flexibilität mit Open Source und Kooperationen
Die Autorinnen und Autoren empfehlen Kommunen, vor der Auswahl einer Lösung eine klare Bedarfsanalyse durchzuführen und auf technische Standards zu achten, um langfristige Nutzbarkeit und Anpassungsfähigkeit sicherzustellen. Open-Source-Lösungen, Kooperationen und ein schrittweises Vorgehen bieten Kommunen Flexibilität und digitale Souveränität auf dem Weg zur eigenen UDP.
Urbane Datenplattformen sind keine isolierten Softwareprodukte, sondern eine zentrale Infrastruktur für die smarte Kommune“, erklärt Dr.Bettina Distel, die die Studie für das BBSRwissenschaftlich begleitet hat. „Gerade weil der Markt dynamisch ist, brauchen Kommunen Orientierung und Vergleichbarkeit – genau das leistet unsere Analyse.“
Dr.Joachim Weber, Teil des Autorenteams vom Fraunhofer IESE, ergänzt: „Wer als Kommune auf eine urbane Datenplattform setzt, braucht keine One-size-fits-all-Lösung, sondern ein System, das sich an den eigenen Bedarf anpasst – modular, interoperabel und souverän. Der Schlüssel liegt in einer klugen Auswahlstrategie und der Bereitschaft zur Kooperation.“
Die Studie richtet sich an kommunale Digitalisierungsverantwortliche, IT-Abteilungen sowie Führungskräfte. Sie ergänzt die UDP-Studie aus 2023 um eine praxisorientierte und technische Perspektive – und unterstützt beim Einstieg oder der Weiterentwicklung kommunaler Dateninfrastrukturen.
Smart-City-Forschung
Herausgeber der Studie „Urbane Datenplattformen im Vergleich – Eine Entscheidungshilfe für Kommunen“ ist das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Sie ist Teil der Begleitforschung der Koordinierungs- und Transferstelle im Programm Modellprojekte Smart Cities. Das Fraunhofer-Institut für ExperimentellesSoftware EngineeringIESEhat die Studie erarbeitet.