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Ungünstige Rahmenbedingungen: Nur vier Prozent der Betriebe planen Mitarbeiterwohnungen

29. März 2026
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Köln – Mitarbeiterwohnungen helfen Unternehmen, Fachkräfte zu gewinnen und zu binden – doch nur vier Prozent planen neue Angebote. Ungünstige Rahmenbedingungen, mangelndes Know-how, und fehlende Partner bremsen den Ausbau, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Rund neun Prozent der Unternehmen in Deutschland stellen ihren Beschäftigten direkt Wohnraum zur Verfügung, weitere 21 Prozent unterstützen indirekt – etwa durch interne Wohnungsbörsen oder die Übernahme von Maklerkosten. Das zeigt eine repräsentative Befragung von 826 Unternehmen im Sommer 2025 im Rahmen
des IW-Personalpanels. Für viele Unternehmen rechnet sich das:
58 Prozent der Unternehmen berichten, dass Mitarbeiterwohnen die Rekrutierung von Fachkräften erleichtert, 55 Prozent sehen einen Vorteil für die langfristige Bindung. Dennoch planen nur vier Prozent der Betriebe, in den nächsten fünf Jahren neue Angebote einzuführen.

Wissenslücken verhindern Ausbau

Zwei Drittel der Betriebe nennen ungünstige Rahmenbedingungen für die Anmietung als größtes Hindernis, gut 45 Prozent zögern wegen erwarteter Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern in der Wohnungswirtschaft. Zudem halten fast 40 Prozent den finanziellen und organisatorischen Aufwand für zu hoch.

Dabei ließen sich viele Hürden abbauen. Gerade für kleinere Betriebe könnten Kooperationsmodelle mit der Wohnungswirtschaft den Einstieg erleichtern. Ein großes Potenzial liegt zudem im Wohnungsbau auf Betriebsgrundstücken: Auf Klinikarealen, Industrieflächen oder in leerstehenden Bürogebäuden ließe sich neuer Wohnraum schaffen, ohne andere Wohnungssuchende zu verdrängen. Dafür müssten Kommunen den Wohnungsbau auf Betriebsgeländen jedoch leichter genehmigen.

Wohnungen als Standortvorteil für Unternehmen

„Im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte können Mitarbeiterwohnungen ein entscheidender Standortvorteil sein“, sagte IW-Experte Philipp Deschermeier. Dafür bräuchten Unternehmen bessere Informationen und Kommunen müssten den Wohnungsbau auf Betriebsgeländen leichter genehmigen. „Wenn Arbeitgeber, Wohnungswirtschaft und Kommunen enger zusammenarbeiten, profitieren alle: Die Betriebe sichern sich Fachkräfte und der Wohnungsmarkt entspannt sich“, so der Immobilienökonom. (des)

Eine GdW-Studie zum Thema Mitarbeiterwohnen finden Sie im Bereich Publikationen.

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