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Thüringer Wohnungswirtschaft zeigt Zukunftslösungen vor Ort

Erfurt – Im Rahmen seiner Sommertour durch Deutschland machte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, am 5. und 6. August 2026 gemeinsam mit Frank Emrich, Verbandsdirektor des Verbandes Thüringer ­Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (vtw), Station in Thüringen. Nach Besuchen in Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und ­Norddeutschland stand damit eine weitere Etappe der Tour im Zeichen innovativer Projekte, die zeigen, wie Wohnungsunternehmen auf die aktuellen Herausforderungen von Wohnungsbau, Klimaschutz, Demografie und Quartiersentwicklung reagieren.

20. August 2026
vtw

Die vier Stationen in Ilmenau, Erfurt, Nordhausen und Leinefelde-Worbis verdeutlichten die Bandbreite der Lösungsansätze, mit denen die Thüringer Wohnungswirtschaft die Zukunft des Wohnens gestaltet – von nachhaltigem Holzbau über serielles Bauen bis hin zu innovativen Energiekonzepten und der Weiterentwicklung bestehender Wohnquartiere.

Den Auftakt bildete Ilmenau. Dort stand mit dem Projekt „Wohnen am Königsgarten“ ein Neubauvorhaben im Mittelpunkt, das in Thüringen Pilotcharakter besitzt. In mehrgeschossiger elementierter Massivholzbauweise entstehen 29 Wohnungen. Besonderheit des Projekts ist die Verwendung von rund 3.000 Festmetern Borkenkäferholz aus dem städtischen Forst. Das Vorhaben verbindet innovative Bauverfahren mit der Nutzung regionaler Ressourcen und zeigt, wie nachhaltiger und zugleich bezahlbarer Wohnraum entstehen kann. Gerade in einer Hochschulstadt wie Ilmenau, die von einer konstanten Nachfrage nach Wohnraum profitiert, gewinnen solche Konzepte zunehmend an Bedeutung.

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Der „Affordable Housing Act“ der EU-Kommission ist da – und der GdW bringt es auf den Punkt: Richte Stoßrichtung, aber noch kein Game Changer für den Wohnungsbau. 🏗️🇪🇺 Erstmals benennt die EU das Kernproblem glasklar: Es fehlt an Angebot! Dass Themen wie die Beschleunigung von Genehmigungen, modulares Bauen und die Aktivierung von Leerstand in den Fokus rücken, ist ein starkes Signal und ein wichtiger Erfolg für die Wohnungswirtschaft. Aber: Der Entwurf greift an entscheidenden Stellen zu kurz. Während die Nachfrageseite (wie Kurzzeitvermietungen und Zweitwohnsitze) verbindlich reguliert wird, bleiben die echten Hebel für mehr Wohnungsbau in Deutschland – Baukosten, Zinsen, Fachkräftemangel und zu lange Genehmigungen – oft nur unverbindliche Empfehlungen. Damit aus der Initiative ein echter Durchbruch wird, braucht es mehr Verbindlichkeit:  🔹 Maximale Genehmigungsfristen mit Genehmigungsfiktion (nach dem Vorbild der Erneuerbare-Energien-Richtlinie)  🔹 Europäische Vereinfachung technischer Baunormen zur Senkung der Baukosten  🔹 Erweiterte beihilferechtliche Spielräume für kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen  🔹 Wirtschaftlich tragfähige Ausgestaltung energetischer Sanierungspflichten https://www.wohwi.online/

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