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Tag der Wohnungswirtschaft 2024: „Sicher wohnen – wir machen das klar, wenn…“

Berlin – In diesem Jahr fand der Tag der Wohnungswirtschaft unter dem Motto
„Sicher wohnen – wir machen das klar, wenn…“ statt. Am 19. November
2024 kamen für den großen Branchentreff des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW rund 500 Besucher nach Berlin. Es wurde kontrovers über die Situation der Wohnungswirtschaft, den Klimaschutz und die Zukunft des bezahlbaren Wohnens diskutiert. Zu den Highlights der Veranstaltung zählten die Ausstellung zum 100. Jubiläum des GdW, die Rede von GdW-Präsident Axel Gedaschko und die Vorstellung des Manifests zum Paradigmenwechsel in der Klimapolitik des Gebäudesektors durch Prof. Elisabeth Endres.

28. November 2024
Niklas Krug/GdW
Niklas Krug

Franz-Bernd Große-Wilde, Präsident des Verbandsrates, eröffnete den Verbandstag mit einem besonderen Hinweis auf die Jubiläumsausstellung zum 100-jährigen Bestehen des GdW. Die Ausstellung präsentierte vor Ort anschaulich die lange und bewegte Geschichte, die von den ersten genossenschaftlichen Initiativen im 19. Jahrhundert bis zu seiner heutigen Rolle als führender Verband der deutschen Wohnungswirtschaft reicht. Über die letzten 100 Jahre hinweg haben die Wohnungsunternehmen im GdW maßgeblich dazu beigetragen, den sozialen Wohnungsbau in Deutschland voranzubringen und sich konsequent für das bezahlbare Wohnen für breite Schichten der Bevölkerung stark zu machen. Besonders in den letzten Jahrzehnten hat die sozial orientierte Wohnungswirtschaft eine führende Rolle in der nachhaltigen Transformation der Branche eingenommen und bleibt ein zentraler Akteur für die Zukunft des Wohnens in Deutschland.

Gemeinsam mit Hauptgeschäftsführerin Ingeborg Esser und Geschäftsführer Christian Lieberknecht zog GdW-Präsident Axel Gedaschko im Anschluss Bilanz über das vergangene Jahr. Dabei ging es unter anderem um die Arbeit im Bündnis bezahlbarer Wohnraum, die Entwicklung des seriellen Bauens und wohnungspolitische Themen auf EU-Ebene. Außerdem gab es zwei Ankündigungen: den Start einer eigenen KI für die Wohnungswirtschaft und der Launch der neuen Online-Plattform „Wohnungswirtschaft online“, die künftig als zentrale Informationsquelle für die Branche dienen soll.

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Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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