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Studie zeigt: Serielles Sanieren spart Energie und entlastet das Klima

Berlin – Serielle Sanierung kann die Treibhausgasemissionen von Wohngebäuden über den gesamten Lebenszyklus deutlich reduzieren und bietet zugleich Potenzial für die Kohlenstoffspeicherung. Das zeigt eine neue Studie des Kompetenzzentrums Serielles Sanieren bei der Deutschen Energie-Agentur (dena) zur Lebenszyklusanalyse (LCA): Im untersuchten Modellprojekt sinken die Treibhausgasemissionen je nach Sanierungsvariante zwischen 74 und 81 Prozent, biobasierte Materialien in der Konstruktion erhöhen die Kohlenstoffspeicherfähigkeit.

1. Oktober 2026
dena Energiesprong in Merseburg, 17.10.2024.
Foto: Felix Zahn/photothek.de

„Unsere Studie stellt heraus, dass für die Klimawirkung eines Gebäudes neben der Energieeffizienz auch Materialien und Konstruktion, die technische Gebäudeausrüstung (TGA) sowie die Energieversorgung entscheidend sind. Mit der seriellen Sanierung treiben wir eine Lösung voran, die diese Aspekte zusammenführt. Sie macht Sanierung skalierbar und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende”, erklärte Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, dazu.

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🏗️ Serielles Sanieren nimmt Fahrt auf – vom Pionierprojekt in die Breite! Wie schaffen wir es, den Gebäudebestand schneller, wirtschaftlicher und zugleich klimaneutral zu machen? Darüber diskutierten heute auf der @[EXPO REAL (Messe München)] am Verbände+ Stand @[Stolte Christian] (@[Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)], @[Tim-Oliver Müller] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]) und GdW-Hauptgeschäftsführerin @[Ingeborg Esser], moderiert von @[Michael Neitzel]. Im Mittelpunkt: die neue Rahmenvereinbarung SerSan 1.0 von GdW, Bauindustrie und dena. Und das Interesse des Marktes ist groß: 48 Teilnahmeanträge sind eingegangen – von regionalen ebenso wie überregionalen Anbietern. 💬 „Die Offenheit unserer Mitgliedsunternehmen für das serielle Sanieren hat deutlich zugenommen“, betonte Ingeborg Esser. Die Rahmenvereinbarung soll insbesondere kommunalen und öffentlichen Wohnungsunternehmen einen deutlich einfacheren und schnelleren Zugang zu seriellen Sanierungslösungen ermöglichen – wesentliche Schritte des aufwendigen europäischen Vergabeverfahrens werden bereits vorweggenommen. Das Potenzial ist enorm: Sechs unterschiedliche Gebäudetypen sowie verschiedene Sanierungs- und Effizienzstandards sollen dafür sorgen, dass Lösungen für einen möglichst breiten Bestand angeboten werden können. Klar wurde in der Diskussion aber auch: Klimaneutralität darf nicht mit maximaler Effizienz jedes einzelnen Gebäudes verwechselt werden. Entscheidend ist der Blick auf den gesamten Bestand. Begrenzte finanzielle Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie die größte CO₂-Wirkung entfalten. Der GdW setzt sich deshalb weiterhin dafür ein, auch EH 85 angemessen in der Förderung zu berücksichtigen. 🏭 Serielles Sanieren bietet dabei mehr als Kostenvorteile: Vorfertigung, Digitalisierung sowie die Verbindung von Planung und Bauen können Geschwindigkeit, Produktivität und Qualität deutlich erhöhen. Gleichzeitig schafft die Rahmenvereinbarung mehr Planungssicherheit für die Unternehmen und erleichtert Wohnungsunternehmen die Vergabe. Jetzt kommt es darauf an, aus dem großen Marktinteresse konkrete Projekte zu machen. Denn eines ist sicher: Serielles Sanieren ist längst mehr als ein Experiment – es kann zu einem wichtigen Baustein für den klimaneutralen Gebäudebestand werden.

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