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Studie: Keine neue Landlust in Deutschland

Bonn – Ländliche Räume in Deutschland gewinnen laut einer vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) herausgegebenen Studie nicht grundsätzlich an Attraktivität. Eine Auswertung der Wanderungsdaten bis 2024 zeigt keinen neuen Trend zum Umzug aufs Land. Wanderungsgewinne kleiner Städte und Gemeinden erklären sich vor allem durch die Veränderung der Altersstruktur: Es gibt weniger junge Erwachsene im typischen Umzugsalter – daher ziehen weniger Menschen weg, nicht deutlich mehr aufs Land.

11. Mai 2026
ländliche Gemeinde
Foto: cagala - stock.adobe.com

Die Analyse der Wanderungsstatistik zeigt, dass Großstädte und städtische Kreise über viele Jahre höhere Wanderungssalden aufwiesen als ländliche Regionen. Zwar verbesserten sich die Binnenwanderungssalden ländlicher Räume seit etwa 2013 zulasten der Großstädte. Dies sei jedoch kein Beleg für eine neue Vorliebe fürs Landleben, sondern vor allem Folge sinkender Fortzüge und veränderter Altersstrukturen.

„Die Debatte über eine neue Sehnsucht nach dem Land greift zu kurz“, sagte Thomas Pütz, Stadtforscher am BBSR. „Die positiven Wanderungssalden ländlicher Gemeinden lassen sich vor allem durch demografische Entwicklungen sowie Veränderungen auf den Wohnungs- und Arbeitsmärkten erklären – nicht durch einen grundlegenden Wandel der Wohnpräferenzen.“

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Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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