Wohnungswirtschaft Online mobile Logo Wohnungswirtschaft Online desktop Logo
  • wiPlus
  • Bundespolitik
  • Europa & Welt
  • Landespolitik
  • Themen
  • Unternehmen
  • Mediathek
  • Publikationen
  • Abo
  • Newsletter
Wohnungswirtschaft OnlineWohnungswirtschaft Online
Abonnement Anmelden
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw

Recht so: Baugesetzbuch – Novelle und Mietrecht zusammendenken Kommentar von Carsten Herlitz, Justiziar des GdW

Nach dem sogenannten Bau-Turbo hat das Bundeskabinett eine umfassende Novelle des Baugesetzbuches beschlossen. Mit dem Entwurf wird der ernsthafte Versuch unternommen, das Bauen in Deutschland zu beschleunigen. So können Verfahren durch Digitalisierung, klare Fristen für Stellungnahmen und Beteiligungen sowie eine parallele Beteiligung von Öffentlichkeit und Behörden beschleunigt werden.

3. Juni 2026
icon_recht_so_1548x1152px

Wann das Gesetz beschlossen wird, ist noch offen. Es muss noch vom Bundestag beraten und dort verabschiedet werden. Gerade für die weiteren Beratungen ist ein klares Bekenntnis für schnelleres Bauen notwendig. Besonders in angespannten Wohnungsmärkten ist schnelles Bauen erforderlich, um das Angebot an Wohnraum zu vergrößern und damit die Mieten für den Neubau bezahlbarer zu machen. Auf der anderen Seite ist aber auch ein Mietrecht notwendig, das den Bau zusätzlicher Wohnungen ermöglicht und verlässliche Rahmenbedingungen schafft. Die seit 2013 vorgenommen Regulierungen für Mieten im Bestand, bei Wiedervermietung und bei Modernisierung müssen neu überdacht werden. Steigende Baukosten auf der einen Seite und eine stärkere Regulierung der Mieten auf der anderen Seite passen nicht zusammen. Vielleicht gelingt es in der Mietrechtskommission darüber nachzudenken, das Mietrecht zielgenauer zu gestalten und die immer kleinteiliger werdenden Regelungen zu überdenken. So erscheint es nicht vermittelbar, das die Mietpreisbremse für alle gilt – unabhängig vom Einkommen. Die bisherigen Regulierungen haben am Ende dazu geführt, angespannte Wohnungsmärkte zu zementieren, da schlicht das Kapital für den Neubau fehlte. Mit den Mitteln des Mietrechts und einer weiteren Regulierung ist jedenfalls nichts gewonnen. Die Miete steht am Ende der Preiskette.

Foto: URBAN_RUTHS

Digital-Abo testen

  • Unbegrenzter Zugang - alle Inhalte auf wohwi.online lesen
  • Aktuellste Informationen und Hintergründe aus Wohnungspolitik
  • Exklusive Newsletter
Abonnement testen

Bereits Abonnent? Einloggen

Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

0 Share

wi Wohnungspolitische Informationen 36/2026

page_1

WI 36/2026

  • Registrieren
  • Abonnement
  • Artikel ansehen
  • Newsletter
  • Abonnement
  • Kündigung
  • Kontakt
  • Mediadaten
Wohnungswirtschaft Online Abonnement Anmelden

Unsere Partner

  • DigiWoh
  • BBA
  • BID
  • Housing Europe
  • Initative Wohnen
  • NaWoh
  • Praxispfad
  • DEWSWOS
  • EBZ
  • InWIS
  • © Copyright 2026
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw