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Quartiere unter Druck: Wie sie resilient und handlungsfähig bleiben

Bochum – Rund 100 Vertreter aus Wohnungswirtschaft, Wissenschaft, Politik und Quartiersarbeit kamen am 30. September 2026 zur zweiten Fachtagung „Quartiere der Zukunft – Von Überforderung zu Resilienz“ im Europäischen Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) in Bochum zusammen. Eingeladen hatten InWIS, die EBZ Akademie, der Spitzen-verband der Wohnungswirtschaft GdW sowie der VdW Rheinland Westfalen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Quartiere trotz wachsender sozialer, demografischer und infrastruktureller Herausforderungen stabil und lebenswert bleiben können. Die Erkenntnisse und Diskussionen des Tages mündeten in den „Bochumer Impuls 2026“.

8. Oktober 2026
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Bereits die Grußworte machten deutlich, wie vielschichtig resiliente Quartiersentwicklung heute ist. EBZ-Vorstandsvorsitzender Klaus Leuchtmann verwies auf die gesellschaftlichen Veränderungen, die unmittelbar in den Quartieren ankommen, und auf die Bedeutung von Forschung, Daten und neuen Kompetenzen für ein vorausschauendes Handeln. GdW-Vorstand Dr. Christian Lieberknecht erinnerte daran, dass soziale Fragen in den vergangenen Jahren gegenüber Klimaschutz und Energieeffizienz in den Hintergrund gerückt seien. Diese Dimension müsse wieder stärker in den Fokus rücken. Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, betonte die Bedeutung einer aktiven Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik und ordnete soziale Resilienz zugleich in ein breiteres Verständnis widerstandsfähiger Quartiere ein. Der gemeinsame Tenor: Quartiersentwicklung muss auf Basis von Wissen, Kooperation und tragenden Strukturen stärker vom Reagieren zum vorausschauenden Handeln kommen.

Was resiliente Quartiere stärkt

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🏗️ Serielles Sanieren nimmt Fahrt auf – vom Pionierprojekt in die Breite! Wie schaffen wir es, den Gebäudebestand schneller, wirtschaftlicher und zugleich klimaneutral zu machen? Darüber diskutierten heute auf der @[EXPO REAL (Messe München)] am Verbände+ Stand @[Stolte Christian] (@[Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)], @[Tim-Oliver Müller] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]) und GdW-Hauptgeschäftsführerin @[Ingeborg Esser], moderiert von @[Michael Neitzel]. Im Mittelpunkt: die neue Rahmenvereinbarung SerSan 1.0 von GdW, Bauindustrie und dena. Und das Interesse des Marktes ist groß: 48 Teilnahmeanträge sind eingegangen – von regionalen ebenso wie überregionalen Anbietern. 💬 „Die Offenheit unserer Mitgliedsunternehmen für das serielle Sanieren hat deutlich zugenommen“, betonte Ingeborg Esser. Die Rahmenvereinbarung soll insbesondere kommunalen und öffentlichen Wohnungsunternehmen einen deutlich einfacheren und schnelleren Zugang zu seriellen Sanierungslösungen ermöglichen – wesentliche Schritte des aufwendigen europäischen Vergabeverfahrens werden bereits vorweggenommen. Das Potenzial ist enorm: Sechs unterschiedliche Gebäudetypen sowie verschiedene Sanierungs- und Effizienzstandards sollen dafür sorgen, dass Lösungen für einen möglichst breiten Bestand angeboten werden können. Klar wurde in der Diskussion aber auch: Klimaneutralität darf nicht mit maximaler Effizienz jedes einzelnen Gebäudes verwechselt werden. Entscheidend ist der Blick auf den gesamten Bestand. Begrenzte finanzielle Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie die größte CO₂-Wirkung entfalten. Der GdW setzt sich deshalb weiterhin dafür ein, auch EH 85 angemessen in der Förderung zu berücksichtigen. 🏭 Serielles Sanieren bietet dabei mehr als Kostenvorteile: Vorfertigung, Digitalisierung sowie die Verbindung von Planung und Bauen können Geschwindigkeit, Produktivität und Qualität deutlich erhöhen. Gleichzeitig schafft die Rahmenvereinbarung mehr Planungssicherheit für die Unternehmen und erleichtert Wohnungsunternehmen die Vergabe. Jetzt kommt es darauf an, aus dem großen Marktinteresse konkrete Projekte zu machen. Denn eines ist sicher: Serielles Sanieren ist längst mehr als ein Experiment – es kann zu einem wichtigen Baustein für den klimaneutralen Gebäudebestand werden.

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