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Neuer Wohnraum braucht neue Flächen: InWIS-Studie stellt 30-Hektar-Ziel auf den Prüfstand

Bochum/Berlin – Wie lässt sich der wachsende Wohnraumbedarf mit dem Ziel des Flächensparens vereinbaren? Dieser Frage ist das Institut für Immobilienwirtschaft InWIS im Auftrag von acht Bau- und Wohnungsverbänden – darunter der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW – im Rahmen der Studie „Wohnungsbau braucht (mehr) Fläche – Flächenneuinanspruchnahme und Innenentwicklungspotenziale auf dem Prüfstand“ nachgegangen. Die Ergebnisse wurden am 18. Juni 2025 in Berlin vorgestellt – und sie fallen eindeutig aus: Die alleinige Fokussierung auf Innenentwicklung reicht nicht aus, um den Wohnungsbedarf in Deutschland zu decken.

18. Juni 2025
ThomBal - stock.adobe.com
Eine aktuelle Flächenstudie belegt: Ohne neue Wohnbauflächen drohen massive Engpässe am Wohnungsmarkt.ThomBal - stock.adobe.com

„Zu bezahlbarem Wohnraum gehört vor allem: Bauen, bauen, bauen.“ sagte Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner Regierungserklärung Mitte Mai. Neben der Bezahlbarkeit steht auch die Frage im Raum, auf welchen Flächen zukünftig eigentlich Wohnungen geschaffen werden sollen. Knapp vier Prozent von Deutschlands Fläche werden aktuell für den Bausektor in Anspruch genommen. Im Spannungsfeld zwischen wachsendem Wohnraumbedarf, Flächenkonkurrenz und ökologischen Zielsetzungen drohen zukünftig zentrale politische Ziele aneinander zu geraten. Denn die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie sieht vor, Flächenneuinanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrsflächen von aktuell 55 auf 30 Hektar pro Tag bis zum Jahr 2030 zu begrenzen. Ab 2050 soll der Flächenverbrauch sogar auf 0 Hektar reduziert werden.

„Das politische Ziel der Flächenneuinanspruchnahme ist unter den aktuellen Bedingungen kaum erreichbar – ohne neue Wohnbauflächen vor allem in wachsenden Städten drohen massive Engpässe am Wohnungsmarkt“, erklärte Studienleiter Prof. Dr. Torsten Bölting bei der Vorstellung der Studie.

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