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Neue Studie: Kleine Großsiedlungen in kleinen Städten und im ländlichen Raum

Berlin – Kleine Großsiedlungen stehen selten im Fokus der wohnungspolitischen Debatte – dabei sind sie für viele Städte und Gemeinden unverzichtbar. Rund 720.000 Wohnungen, die zwischen 1950 und 1990 entstanden sind, bieten heute etwa 1,1 Millionen Menschen ein Zuhause und prägen das Stadtbild zahlreicher Klein- und Mittelstädte. Eine neue Studie des Kompetenzzentrums Großsiedlungen rückt diese oft unterschätzten Quartiere nun in den Mittelpunkt.

3. September 2026
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Wie auch in den großen Städten ist in den Kleinstädten die Tendenz zur sozialen Entmischung nicht zu übersehen. Der Anteil an Bewohnern mit geringeren Einkommen ist in den kleinen Großsiedlungen deutlich höher als im Ortsdurchschnitt, und mit Migrationshintergrund ist er oft mehr als doppelt so hoch. Andere Quartiere werden dadurch von Integrationsleistungen entlastet.

Dabei wird die Bedeutung der oft vier- bis sechsgeschossigen Quartiere für die soziale Wohnraumversorgung und die Entlastung großstädtischer Wohnungsmärkte in der öffentlichen Wahrnehmung unterschätzt.

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Big Tech oder die Neuordnung von Stadt und Land Post-Distance-Development: Wohnen jenseits der Metropolen positiv denken   Heute haben wir auf dem NEW bauhaus Festival in Weimar über das Verhältnis von Stadt und Land und die Perspektiven ländlicher Räume diskutiert. Ländliche Räume haben eine Reihe von Vorteilen und sind oft durch starke Nachbarschaften geprägt. @[Johann Waschnewski] (Landrat Saale-Holzland-Kreis) betonte, dass „High tech“ auch auf dem Land wirken kann, aber bei den Menschen unbedingt andocken und damit zum „High touch“ werden sollte. Zudem plädierte er für mehr Mut der Landesentwicklungsplan bei der Ausweisung von potenziellen Entwicklungsflächen. Ob sich Kommunen positiv entwickeln, hängt aus Sicht von Prof. Peter Thomé (Lehr- und Forschungsgebiet Strategien ländlicher Räume, Hochschule Koblenz) nicht zwangsläufig von der Entfernung zur nächsten Großstadt, sondern vor allem vom sozialdynamischen Gefüge und dem Engagement der Bewohner vor Ort ab. @[Stefan Bürger] (CEO @[GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen]) plädierte aus Unternehmersicht für mehr Realismus und Marktorientierung in der Debatte um Stadt und Land. Es braucht aus seiner Sicht vor allem eine Orchestrierung der verschiedenen Ansätze für die ländlichen Räume. Die spannende Diskussion wurde von @[Frank Emrich] (Verbandsdirektor des vtw - Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V.) moderiert. Vielen Dank an alle Beteiligte für die anregenden Denkimpulse.

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