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Neue BBSR-Veröffentlichung zeigt Wege für mehr Freiraum unter hohem Nutzungsdruck

Bonn – Mehr Menschen, mehr Bebauung – und trotzdem mehr Grün? Dass das möglich ist, beweisen sechs Städte, die im Rahmen des Projekts Green Urban Labs II von 2021 bis 2024 neue Wege gegangen sind. Jetzt hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) die Ergebnisse veröffentlicht.

28. August 2025
TU Kaiserslautern
Gutes Beispiel: Begrünter Innenhof im Karlsruher Innenstadtgebiet

Die Botschaft ist klar: Stadtgrün ist kein Luxus, sondern unverzichtbare Infrastruktur für Klimaschutz, Artenvielfalt, Gesundheit und Lebensqualität. Politische Unterstützung, Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg und konkrete, wirksame Maßnahmen sind entscheidend, damit Grünflächen in wachsenden Städten nicht verschwinden, sondern wachsen.

Sechs Modellvorhaben – sechs inspirierende Ansätze:

  • Aachen – ZwischenZeit: Wo einst ein Parkhaus stand, blüht heute eine offene Wiese als temporärer Freiraum. Über 20 Initiativen nutzten den Raum, um Ideen für die dauerhafte Begrünung mitten in der Innenstadt zu testen.
  • Dresden – Vom Parkfriedhof zum Friedhofspark: Ein stillgelegter Teil des Neuen Annenfriedhofs wird schrittweise für die Öffentlichkeit geöffnet – sensibel ausbalanciert zwischen Naherholung, Denkmalpflege und Ökologie.
  • Fellbach – Agriculture meets Manufacturing: Im größten Gewerbegebiet der Stadt treffen Landwirtschaft und Gewerbe aufeinander. Ideen zur Begrünung versiegelter Flächen, Regenwassernutzung und neue Kooperationen zeigen, wie Gewerbegebiete grün und blau werden können.
  • Ingolstadt – Biotopverbund für Tiere: Mit einer innovativen Raumwiderstandsanalyse wird sichtbar, wo Tiere freie Bahn haben – und wo Barrieren fallen müssen, um Grünzüge und Lebensräume zu vernetzen.
  • Karlsruhe – Green GROWnership: Mit rechtlichen, planerischen und motivierenden Instrumenten werden private Eigentümerinnen und Eigentümer für Begrünung vor der eigenen Haustür gewonnen.
  • Saarbrücken – Wassersensible Stadt: Von Entsiegelungspotenzialen bis zu smarter Bewässerung für Straßenbäume – hier wird getestet, wie Wasser gezielt genutzt werden kann, um Stadtgrün klimaresilient zu machen.

Die Projekte zeigen: Auch unter starkem Flächendruck gibt es kreative und machbare Wege zu mehr Grün. Wenn Kommunen, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an einem Strang ziehen, kann Stadtentwicklung klimaresilient, gesundheitsfördernd und artenreich gestaltet werden. (schla)

Die Abschlusspublikation „Green Urban Labs II – Grüne Infrastruktur in der sich verdichtenden Stadt“ finden Sie unter www.bbsr.bund.de

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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