Neubau, Umbau, Stadtentwicklung: Auftakt der Sommertour mit GdW-Präsident Axel Gedaschko in Niedersachsen und Bremen
Das erste Ziel war Oldenburg: Daniel Jircik, Geschäftsführer der GSG Oldenburg, gab den Gästen dort zunächst einen Überblick über aktuelle Bau- und Sanierungsprojekte. So hat die GSG im Quartier Helleheide auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes bereits 89 Wohnungen fertiggestellt, 37 weitere sind im Bau. Insgesamt will die GSG dort 278 Wohnungen errichten und setzt im nächsten Bauabschnitt erstmals auf eine serielle Bauweise. Ziel ist es, zu weitaus günstigeren Baukosten moderne Wohnungen mit einem hohen energetischen Standard zu erstellen. Jircik spricht von Baukosten in Höhe von rund 2.600 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt investiert die GSG in der Helleheide 90 Millionen Euro.

Ein zweites aktuelles Großprojekt entsteht an einem neuralgischen Punkt im Stadtteil Kreyenbrück. Dort baut die GSG zunächst einen Aldi-Markt und in den oberen Stockwerken 33 Wohnungen; im zweiten Bauabschnitt sind weitere 30 Wohnungen und eine Gewerbeeinheit geplant. Investitionssumme: 30 Millionen Euro. Zum Abschluss des Besuchs in Oldenburg waren Dr. Susanne Schmitt und Axel Gedaschko zu Gast bei Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Stadtbaurätin Petra Schacht. Die Stadtoberen lobten die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der GSG. Die Stadt selbst hat sehr früh im vorigen Dezember den Weg für den Bauturbo geebnet. Gedaschko und Dr. Schmitt betonten, dass diese Haltung Vorbildcharakter für andere Kommunen haben sollte.

Am Abend ging die Sommertour weiter im Bremer Tabakquartier. Marcel Linnemann und Simon Rott aus der Geschäftsführung der Justus Grosse Immobiliengruppe erläuterten die Entwicklung der rund 20 Hektar großen früheren Industriefläche. Unter anderem entstehen dort in einem Kooperationsprojekt 126 geförderte Mietwohnungen, berichteten die GEWOBA-Vorstände Anja Passlack und Manfred Corbach – sehr zur Freude von Bausenatorin Özlem Ünsal, die an dem Rundgang ebenfalls teilnahm.
Der zweite Tag begann am GEWOBA-Großprojekt Q 45 mit dem umgebauten 14-stöckigen Bundeswehrhochhaus als Mittelpunkt. Corbach nannte die drei Leitthemen der Unternehmensstrategie: Transformation, Stadtentwicklung inkl. Neubau und Stadtreparatur. Auf dem Q 45-Gelände konnten die Gäste vieles davon schon erkennen. Denn das bemerkenswerte Projekt vereint die spektakuläre Revitalisierung eines ehemaligen Verwaltungsgebäudes in eine attraktive Wohnadresse mit 117 Wohnungen mit weiteren 45 Neubauwohnungen, einem Quartierstreff und vielem mehr.
Im Schweizer Viertel am östlichen Bremer Stadtrand ließen sich Dr. Schmitt und Gedaschko das „Schweizer Foyer“ zeigen, mit dem die GEWOBA einen neuen Quartiermittelpunkt geschaffen hat. Der Gebäudekomplex umfasst eine Vielzahl von Funktionen – Wohnen, Pflege, Kindertagesstätte etc. Quartiersmanager Aykut Tasan betonte: „Die GEWOBA ist der Schlüssel für das Quartier.“
Zum Abschluss zeigten Manfred Corbach und seine Mitarbeiter Robert Schleisiek und Martin Klimkeit, wie das Unternehmen bei der Sanierung einer Problemimmobilie in Osterholz-Tenever vorgeht. Vorbesitzer hatten im Laufe der Jahre das Hochhaus mit rund 100 Wohnungen verkommen lassen, ehe es die GEWOBA übernehmen konnte. Im bewohnten Zustand wird das Gebäude in allen Einzelteilen saniert, von der Haustechnik über die Bäder- und Küchensanierung bis hin zur energetischen Ertüchtigung der Gebäudehülle. ⇒