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Mietrechtskommission hat Arbeit aufgenommen

24. September 2025
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Kommentar von Carsten Herlitz, Justiziar des GdW

„Bis zum 31. Dezember 2026 wird eine Expertengruppe mit Mieter- und Vermieterorganisationen die Harmonisierung von mietrechtlichen Vorschriften, eine Reform zur Präzisierung der Mietwucher-Vorschrift im Wirtschaftsstrafgesetz und eine Bußgeldbewährung bei Nichteinhaltung der Mietpreisbremse vorbereiten“, heißt es im Koalitionsvertrag zwischen CDU,CSU und SPD. Nach der ersten Sitzung am 16. September 2025 hat sich zumindest gezeigt, wie schwierig dies angesichts der unterschiedlichen Betrachtungsweisen erscheint. Einigkeit sollte darin bestehen, dass stark überhöhte Wuchermieten absolut unsozial sind. Sie schaden nicht nur den betroffenen Mietern, sondern auch der großen Mehrheit der verantwortungsvollen Vermieter, die sich an Recht und Fairness halten. Deshalb brauchen wir ein gezieltes Vorgehen gegen diese schwarzen Schafe statt noch mehr pauschaler Verschärfungen für alle. Dafür ist es notwendig, endlich klarere Maßstäbe für die Bestimmung einer ‚richtigen‘ Miethöhe zu entwickeln. Auch anhand qualifizierter Mietspiegel ist es für viele Vermieter schwierig, die richtige Miethöhe zu bestimmen. Eine stärkere Digitalisierung und Vereinfachung könnte hier helfen. Unabhängig des Auftrags der Kommission sollte auch deshalb ein Verstoß gegen die Mietpreisbremse nicht zu einer bußgeldbewährten Ordnungswidrigkeit führen. Dies würde nicht nur Unruhe in den Markt bringen, da die Regelungen zur Mietpreisbremse ausgesprochen kompliziert sind, sondern eine Regelung aufwerten, deren verfassungskonformität mittlerweile höchst fraglich erscheint. So hat die Mietpreisbremse – wie auch die weiteren Regelungen zur Verschärfung der Miethöhe – angespannte Wohnungsmärkte zementiert, da Bauen aufgrund massiver Preissteigerungen nicht wirtschaftlich darstellbar erscheint. Es wäre gut, wenn die Kommission trotz unterschiedlicher Interessenlagen zu einer Regelung findet, die wirksam gegen schwarze Schafe vorgeht und die Mietpreisbremse, die bereits 2020 auslaufen sollte, ablöst. Brauchen wir auf der einen Seite eine Regelung, die gezielt gegen schwarze Schafe vorgeht, so ist auf der anderen Seite bei der Miethöhe ein Regulatorium notwendig, das gezielt diejenigen schützt, die schutzbedürftig sind. Ein Urgedanke des sozialen Mietrechts, das sich in Deutschland lange bewährt hat.

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Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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