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Landtagswahl 2026: Wohnungswirtschaft fordert Kurswechsel für bezahlbares Wohnen in Baden-Württemberg

12. Februar 2026
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Stuttgart – Bezahlbarer Wohnraum ist eine zentrale Voraussetzung für die wirtschaftliche und soziale Zukunft Baden-Württembergs. Vor diesem Hintergrund hat der Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen (vbw) im Vorfeld der Landtagswahl Ende März 2026 ein umfassendes Forderungspapier vorgelegt. Darin wird deutlich: Ohne einen grundlegenden Kurswechsel bei Baukosten, Standards, Verfahren und Förderinstrumenten wird es nicht gelingen, die Wohnraumnachfrage zu decken und Mieten dauerhaft bezahlbar zu halten.

Nach aktuellen Berechnungen besteht in Baden-Württemberg eine Wohnbaulücke von rund 200.000 Wohnungen. Gleichzeitig ist der Neubau bezahlbarer Wohnungen in den vergangenen Jahren deutlich schwieriger geworden. Gestiegene Bau- und Grundstückskosten, hohe Zinsen, lange Genehmigungsverfahren sowie überzogene energetische Anforderungen treiben die Kosten und damit letztlich auch die Mieten.

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Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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