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Krisenbelastete deutsche Wirtschaft verharrt in Stagnation

Berlin – Jedes Jahr veröffentlicht der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW eine kurze Zusammenfassung der Einschätzungen zur aktuellen Wirtschaftslage in Deutschland. In diesem Teil geht es darum, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung 2024 verschlechtert hat und welche Faktoren die Konjunktur belasten.

12. März 2025
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Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Damit ist die Wirtschaftsleistung das zweite Jahr in Folge leicht zurückgegangen. Im Vergleich zum Jahr 2019, also vor der Corona-Pandemie, liegt das BIP nur noch um 0,3 Prozent höher.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stagniert somit seit längerem. Auch zum Jahresbeginn 2025 sind keine deutlichen Erholungstendenzen zu erkennen. Neben der schwachen Konjunktur belastet der strukturelle Wandel die deutsche Wirtschaft erheblich. Von der Industrie sind keine größeren Wachstumsimpulse zu erwarten, da Unternehmen aufgrund der schwachen Auftragslage kaum investieren. Auch der Außenhandel dürfte keinen positiven Beitrag leisten. Zudem besteht das Risiko, dass neue Handelszölle und -beschränkungen die Situation weiter verschärfen.

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🏗️ Baugenehmigungen steigen – jetzt muss aus Zuversicht bezahlbarer Wohnraum werden Die Genehmigungszahlen zeigen weiter nach oben: Im Juli wurden bundesweit 22.500 Wohnungen genehmigt, 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von Januar bis Juli waren es 148.800 Wohnungen – ein Plus von 12,9 Prozent. Besonders wichtig für den Mietwohnungsbau: Bei neuen Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 15,1 Prozent auf 79.700. Das ist ein ermutigendes Signal. Aber: Eine Genehmigung ist noch keine gebaute und vor allem keine bezahlbare Wohnung. Auch die jüngste ifo-Umfrage zeigt: Die Zuversicht im Wohnungsbau wächst, die aktuelle Geschäftslage bleibt jedoch schwierig. Was jetzt zählt: 🏠 Baukosten dauerhaft senken – mit einem praxistauglichen Gebäude-Basisstandard und weniger kostentreibenden Anforderungen. 🏠 Gebäudetyp E endlich rechtssicher machen. Die Verzögerungen dürfen so nicht weitergehen. 🏠 Serielles und modulares Bauen stärken und Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen. 🏠 Neubauförderung verlässlich gestalten, insbesondere für das bezahlbare mittlere Mietsegment, und die EH55-Plus-Förderung über das Jahresende hinaus fortführen. 🏠 Bei der Sonder-AfA nach § 7b EStG das vorgeschriebene Effizienzhaus-Niveau auf den kostengünstigeren EH55-Standard absenken. 📣 Bezahlbarer Neubau braucht mehr als steigende Genehmigungszahlen. Er braucht Rahmenbedingungen, unter denen Wohnungsunternehmen tatsächlich bauen können – und Menschen sich die entstehenden Wohnungen leisten können.

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