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Kreislaufwirtschaft in der Praxis: Wohnungswirtschaft startet Modellvorhaben für PVC-Fenster-Recycling

Berlin/Pirmasens – Die Bau- und Wohnungswirtschaft steht vor einer zentralen Zukunftsaufgabe: Wie kann das enorme Rohstofflager im Gebäudebestand besser nutzbar gemacht werden? Angesichts steigender Anforderungen an Klimaschutz, Ressourcenschonung und bezahlbares Bauen rückt die Kreislaufwirtschaft immer stärker in den Fokus. Ein wichtiger Baustein liegt dabei in geschlossenen Recycling-Kreisläufen – etwa beim Austausch von PVC-Fenstern im Rahmen größerer Sanierungsmaßnahmen.

25. Juni 2026
GdW-5
Foto: GdW, profine Group/Kömmerling

Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW startet hierzu gemeinsam mit der profine Group/Kömmerling und AGC GLASS EUROPE ein zukunftsweisendes Modellvorhaben. Ziel ist es, praxistaugliche Prozesse zu entwickeln, mit denen ausgebaute PVC-Fenster aus Wohnungsbeständen systematisch erfasst, zurückgeführt, aufbereitet und wieder in den Produktionskreislauf eingebracht werden können. Den Auftakt bildeten eine Werksbesichtigung und ein intensiver kollaborativer Workshop bei Kömmerling in Pirmasens. Gemeinsam mit den beteiligten Partnern wurden bestehende Abläufe analysiert, offene Fragen identifiziert und konkrete Fahrpläne für die nächsten Schritte entwickelt. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem Fragen der Logistik, der Sortierung, der Materialaufbereitung sowie der praktischen Umsetzung bei Sanierungsvorhaben der Wohnungswirtschaft.

Das Modellvorhaben zeigt: Kreislaufwirtschaft gelingt nur, wenn alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten – von der Wohnungswirtschaft über Planer und Ingenieure bis hin zu Herstellern, Verarbeitern und Recyclingpartnern. Der GdW sieht darin einen wichtigen Ansatz, um Ressourcenschutz und bezahlbare Modernisierung stärker miteinander zu verbinden. Gerade bei umfangreichen Sanierungen im Gebäudebestand bietet der gezielte Aufbau geschlossener Materialkreisläufe große Potenziale.

Fabian Viehrig, Leiter Bauen und Technik im Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW, gemeinsam mit Vertretern der profine Group/Kömmerling und von AGC GLASS EUROPE

Foto: GdW, profine Group/Kömmerling

Beteiligt an dem Austausch in Pirmasens waren neben dem GdW unter anderem die profine Group/Kömmerling, der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft, BBP Ingenieure, die Bauhilfe Pirmasens GmbH, VBS Frankfurt am Main, GBS Saarlouis, die Deutsche Energie-Agentur dena sowie AGC GLASS EUROPE. Der produktive Austausch hat deutlich gemacht: Es besteht ein starkes Netzwerk für echte zirkuläre Wertschöpfung im Gebäudebestand.

Bei der Werksbesichtigung in Pirmasens

Foto: GdW, profine Group/Kömmerling

Für die nächsten Schritte sucht der GdW gemeinsam mit den Partnern weitere größere Sanierungsvorhaben, bei denen PVC-Fenster ausgetauscht werden. Anhand konkreter Projekte sollen die entwickelten Prozesse in der Praxis getestet, weiterentwickelt und auf ihre Übertragbarkeit geprüft werden. Ziel ist es, aus dem Modellvorhaben belastbare Erkenntnisse für eine breitere Anwendung in der Wohnungswirtschaft zu gewinnen. ⇒(schi/vie)

Ausgebaute PVC-Fenster aus Wohnungsbeständen sollen im Rahmen des Modellvorhabens systematisch erfasst, zurückgeführt,…

Foto: GdW, profine Group/Kömmerling

…aufbereitet und wieder in den Produktionskreislauf eingebracht werden können.

Foto: GdW, profine Group/Kömmerling

Die ausgebauten PVC-Fenster werden zu Granulat verarbeitet und können so wieder in den Produktionskreislauf eingebracht werden.

Foto: GdW, profine Group/Kömmerling

Die #Wärmewende scheitert nicht an fehlenden Projektideen. Entscheidend ist ihre Finanzierung – und die richtige politische sowie regulatorische Rahmensetzung. Neue Wärmenetze und moderne Infrastrukturen benötigen viel Kapital und lange Planungshorizonte. Gleichzeitig beeinflussen Regulierungen, die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), Baukosten und Anschlussquoten die Wirtschaftlichkeit. Doch wie gelingt der praktische Übergang? Von Fragen wie dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) auf dem Prüfstand bis hin zur Frage, wie man Fernwärme und Wärmepumpe intelligent miteinander versöhnen kann, gibt es viel zu besprechen. Stadtwerke, Banken, Investoren und die Wohnungswirtschaft müssen daher früh klären: • Welche Projekte erfüllen die Finanzierungskriterien? • Wie lassen sich Risiken fair verteilen? • Welche Förderinstrumente und Rahmenbedingungen (wie das GMG oder die Kommunale Wärmeplanung) schaffen echte Planungssicherheit? • Wie entstehen tragfähige Refinanzierungsmodelle im Wärmemarkt? Genau diesen drängenden Fragen widmen wir uns bei der Energiemanager-Konferenz 2026 im Rahmen des Themenblocks „Positionen zum Fortgang der Wärmewende“. Wir freuen uns sehr auf den hochkarätigen Austausch und die Diskussion mit starken Expertinnen und Experten aus der Praxis: 🎙️ @[Ingeborg Esser] (Hauptgeschäftsführung, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft) 🎙️@[Kerstin Andreae] (Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung, @[BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.]) 🎙️ Klaus Köhler (Partner, m3 management consulting) 🎙️ Andreas Reinhardt (Geschäftsführer, @[Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg GmbH]) https://lnkd.in/dKMhAs-f

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