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Jahrestagung des Kompetenzzentrums Großsiedlungen: Das neue Bild der Großsiedlung – urbane Vielfalt und baukulturelle Qualität

Potsdam – Wie ist das Bild der Großsiedlungen in der Öffentlichkeit? Und wie kann ein Perspektivwechsel gelingen hin zu neuen Bildern, zur Wahrnehmung der großen Wohngebiete als Zukunftsquartiere? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Tagung, auf der das Kompetenzzentrum Großsiedlungen am 12. Dezember 2024 mit 160 interessierten Zuhörern die Erfahrungen aus Amsterdam, Stockholm und deutschen Städten diskutierte.

9. Januar 2025
Bernd Hunger
Das Hochhaus des Beamtenbauverein Berlin eG in der Gropiusstadt ist ein Beispiel dafür, wie durch eine neue Landmarke neue Bilder entstehen.Bernd Hunger

Veränderungen in der Wahrnehmung der großen Wohngebiete des 20. Jahrhundert sind nicht nur mit Blick auf den Bestand von Bedeutung. Der drängende Wohnungsbedarf führt in den Städten zur Notwendigkeit eines schnelleren Wohnungsbaus mit hohen Stückzahlen. Die Frage nach neuen Bildern zielt deshalb ebenso auf die qualitativen Ansprüche an neue große Quartiere.

„Großsiedlungen wie die Gartenstadt Potsdam Drewitz zeigen die Bedeutung von Investitionen in bezahlbare Wohnungen und in die städtebauliche und technische Infrastruktur. Dazu zählen sanierte Schulen, Bibliotheken und Sportanlagen, Parks, eine zentrale Wärmeversorgung mit Fernwärme und die energetische Gebäudesanierung. Das alles steigert die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner und fördert das Miteinander in großen Siedlungen. Der Bund beteiligt sich daran mit Mitteln der Städtebauförderung und weiteren Programmen, wie der Sanierung kommunaler Einrichtungen oder der energetischen Stadtsanierung, denn die Quartiere sollen liebens- und lebenswert bleiben. Sanierung und Neubau im Bestand sowie die Entwicklung neuer Stadtquartiere mit verschiedenen Wohnformen und attraktiven Freizeitangeboten helfen dabei mit, dass das neue Bild der Großsiedlung in der Öffentlichkeit geschärft wird. Die Arbeit in und mit den Großsiedlungen ist auch für die Erreichung der baukulturellen Ziele der Bundesregierung wichtig“, erklärte Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

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Gemeinsam zur #Klimaneutralität – Halle zeigt, wie die #Wärmewende gelingen kann Zum Abschluss der #Sommertour von #GdW-Präsident Axel Gedaschko in Sachsen-Anhalt stand der Besuch des Energieparks Halle auf dem Programm. René Walther, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Stadtwerke Halle GmbH, sowie Olaf Schneider, Geschäftsführer, und Dr. Katja Nowak von der EVH GmbH stellten die Roadmap Klimaneutralität 2045 der Energie-Initiative Halle vor. Die zentrale Botschaft: Klimaneutralität ist weit mehr als Klimaschutz. Sie bedeutet zugleich mehr #Versorgungssicherheit, größere #Unabhängigkeit von fossilen Energien, stabile Preise und eine stärkere regionale Wertschöpfung. Besonders beeindruckend ist der kooperative Ansatz. #Wohnungswirtschaft, #Stadtwerke und weitere Partner entwickeln die Wärmewende gemeinsam – in einem festen Netzwerk mit Lenkungskreisen, Arbeitsgruppen und einem kontinuierlichen Austausch zwischen Technik, Kommunikation und Strategie. So entstehen Lösungen, die nicht am Schreibtisch, sondern aus der #Praxis heraus entwickelt werden. Ein zentrales Projekt ist die kommunale #Wärmeplanung, die in Halle bereits vom Stadtrat beschlossen wurde. Grundlage ist ein digitaler Zwilling der Stadt mit Daten zu allen Gebäuden. Auf dieser Basis werden #Fernwärmeausbau, #Stromnetze und #Gebäudesanierungen aufeinander abgestimmt – mit dem Ziel, den heute noch überwiegend gasbasierten #Wärmesektor Schritt für Schritt zu #dekarbonisieren und gleichzeitig #bezahlbar zu halten. Deutlich wurde aber auch die Dimension der Aufgabe: Allein für den Ausbau der #Energieinfrastruktur rechnen die Stadtwerke mit Investitionen von rund 700 Millionen Euro in den kommenden zehn Jahren. Umso wichtiger sind langfristige #Planungssicherheit, enge #Partnerschaften und verlässliche politische #Rahmenbedingungen.

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