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IW.2050-Kongress: Wohnungswirtschaft hält Kurs auf Klimaneutralität

14. Mai 2026
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Darmstadt – Trotz geopolitischer Krisen, steigender Energiepreise und schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hält die sozial orientierte Wohnungswirtschaft am Ziel der Klimaneutralität fest. Das wurde auf dem 6. Fachkongress der Initiative Wohnen.2050 (IW.2050) in Darmstadt deutlich. In Vorträgen, Panels und Workshops diskutierten rund 280 Teilnehmende über Wege zur Wärmewende und die Zukunft des bezahlbaren Wohnens.

Energieexperte Dr. Tim Meyer machte in seiner Keynote deutlich, dass die weltweite Stromproduktion aus Wind- und Solarenergie weiterhin stark wächst. Die Entwicklung verlaufe deutlich schneller als früher bei Kohle, Öl oder Gas. Ursache seien vor allem die Skaleneffekte der industriellen Massenproduktion von Solarmodulen und Batteriespeichern. Die Elektrifizierung von Verkehr und Wärme sei deshalb kaum noch aufzuhalten. Elektromotoren und Wärmepumpen arbeiteten wesentlich effizienter als fossile Technologien.

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Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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