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Günstiger Bauen im „Hamburg-Standard“

Hamburg – Baustandards und gesetzliche Vorgaben haben sich über die letzten Jahrzehnte immer weiter fortentwickelt – und teilweise verselbstständigt. Das Resultat ist zwar eine hohe Bau- und Wohnqualität, aber eben auch explodierende Kosten. Zeit, sich zu fragen, was man wirklich braucht. Aus dieser Einsicht heraus entstand der sogenannte „Hamburg-Standard“ – ein Modell, das auch andernorts Schule macht.

6. November 2025
GdW
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Der Bedarf an neuem Wohnraum ist groß – und doch wird immer weniger gebaut. Ein zentraler Grund: Der Wohnungsbau stößt zunehmend an seine Kosten- und Finanzierungsgrenzen. „Normative Vorgaben, steigende Standards und gesetzliche Regularien machen das Bauen fast unmöglich“, sagt Prof. Dietmar Walberg, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE//eV).

Sein Vorschlag: „Wir müssen alle Standards überprüfen und bei jedem einzelnen Gebäude fragen: Wem nützt es, welche Funktion erfüllt es und was brauche ich wirklich?“ Walberg ist überzeugt, dass sich auf diese Weise zahlreiche Einsparpotenziale finden lassen – ohne dass die Wohnqualität leidet.

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🏗️ Baugenehmigungen steigen – jetzt muss aus Zuversicht bezahlbarer Wohnraum werden Die Genehmigungszahlen zeigen weiter nach oben: Im Juli wurden bundesweit 22.500 Wohnungen genehmigt, 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von Januar bis Juli waren es 148.800 Wohnungen – ein Plus von 12,9 Prozent. Besonders wichtig für den Mietwohnungsbau: Bei neuen Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 15,1 Prozent auf 79.700. Das ist ein ermutigendes Signal. Aber: Eine Genehmigung ist noch keine gebaute und vor allem keine bezahlbare Wohnung. Auch die jüngste ifo-Umfrage zeigt: Die Zuversicht im Wohnungsbau wächst, die aktuelle Geschäftslage bleibt jedoch schwierig. Was jetzt zählt: 🏠 Baukosten dauerhaft senken – mit einem praxistauglichen Gebäude-Basisstandard und weniger kostentreibenden Anforderungen. 🏠 Gebäudetyp E endlich rechtssicher machen. Die Verzögerungen dürfen so nicht weitergehen. 🏠 Serielles und modulares Bauen stärken und Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen. 🏠 Neubauförderung verlässlich gestalten, insbesondere für das bezahlbare mittlere Mietsegment, und die EH55-Plus-Förderung über das Jahresende hinaus fortführen. 🏠 Bei der Sonder-AfA nach § 7b EStG das vorgeschriebene Effizienzhaus-Niveau auf den kostengünstigeren EH55-Standard absenken. 📣 Bezahlbarer Neubau braucht mehr als steigende Genehmigungszahlen. Er braucht Rahmenbedingungen, unter denen Wohnungsunternehmen tatsächlich bauen können – und Menschen sich die entstehenden Wohnungen leisten können.

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