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Gerichtsurteil: Wohnungsunternehmen mit eigenen Glasfaseraktivitäten müssen Gebäudeanschlüsse durch Telekom nicht dulden

Wiesbaden – Das Landgericht (LG) Wiesbaden (Az.: 5 O 188/24) hat eine Klage der Telekom Deutschland gegen die ­Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft (NHW) vollständig abgewiesen. Danach kann die Telekom keinen ­Duldungsanspruch nach § 134 TKG auf Glasfaseranschlüsse von Wohngebäuden geltend machen, wenn der Eigentümer bereits selbst eine Glasfasererschließung plant beziehungsweise umsetzt und gleichzeitig Wettbewerbern einen ­diskriminierungsfreien Zugang ermöglicht. Die Telekom hat in der Folge Berufung gegen das Urteil beim Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main eingelegt. Das OLG hat nun in einem Beschluss (Az.: 3 U 84/26) mitgeteilt, das Urteil des Landgerichts bestätigen und die ­Berufung der Telekom durch einstimmigen Beschluss nach § 522 Abs. 2 ZPO zurückweisen zu wollen, da diese offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg habe. Ein rechtskräftiges Urteil steht noch aus.

8. Oktober 2026
pixabay
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Der Sachverhalt: Die Telekom hatte Zutritt zu mehreren Wohnliegenschaften der NHW in Wiesbaden verlangt, um eine eigene Glasfaserinfrastruktur zu verlegen. Die NHW hatte dies abgelehnt und darauf verwiesen, dass die eigene Tochtergesellschaft bereits ein eigenes Glasfaser-Campusnetz plant beziehungsweise teilweise realisiert. Das LG Wiesbaden hatte dazu entschieden, dass im konkreten Fall keine Duldungspflicht für individuelle Gebäudeanschlüsse nach § 134 Abs. 1 Nummer 2 TKG besteht. Entscheidungsgründe waren insbesondere, dass

  • die NHW bereits eine eigene Glasfaserversorgung geplant beziehungsweise umgesetzt hatte,
  • ein Open-Access-Modell vorgesehen wurde, das auch anderen Telekommunikationsanbietern die Nutzung ermöglichen soll,
  • zusätzliche parallele Glasfaserleitungen der Telekom keinen weiteren gesetzgeberischen Zweck erfüllen würden,
  • wiederholte Eingriffe verschiedener Netzbetreiber in dieselben Grundstücke für Eigentümer unzumutbar wären.

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🏗️ Serielles Sanieren nimmt Fahrt auf – vom Pionierprojekt in die Breite! Wie schaffen wir es, den Gebäudebestand schneller, wirtschaftlicher und zugleich klimaneutral zu machen? Darüber diskutierten heute auf der @[EXPO REAL (Messe München)] am Verbände+ Stand @[Stolte Christian] (@[Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)], @[Tim-Oliver Müller] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]) und GdW-Hauptgeschäftsführerin @[Ingeborg Esser], moderiert von @[Michael Neitzel]. Im Mittelpunkt: die neue Rahmenvereinbarung SerSan 1.0 von GdW, Bauindustrie und dena. Und das Interesse des Marktes ist groß: 48 Teilnahmeanträge sind eingegangen – von regionalen ebenso wie überregionalen Anbietern. 💬 „Die Offenheit unserer Mitgliedsunternehmen für das serielle Sanieren hat deutlich zugenommen“, betonte Ingeborg Esser. Die Rahmenvereinbarung soll insbesondere kommunalen und öffentlichen Wohnungsunternehmen einen deutlich einfacheren und schnelleren Zugang zu seriellen Sanierungslösungen ermöglichen – wesentliche Schritte des aufwendigen europäischen Vergabeverfahrens werden bereits vorweggenommen. Das Potenzial ist enorm: Sechs unterschiedliche Gebäudetypen sowie verschiedene Sanierungs- und Effizienzstandards sollen dafür sorgen, dass Lösungen für einen möglichst breiten Bestand angeboten werden können. Klar wurde in der Diskussion aber auch: Klimaneutralität darf nicht mit maximaler Effizienz jedes einzelnen Gebäudes verwechselt werden. Entscheidend ist der Blick auf den gesamten Bestand. Begrenzte finanzielle Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie die größte CO₂-Wirkung entfalten. Der GdW setzt sich deshalb weiterhin dafür ein, auch EH 85 angemessen in der Förderung zu berücksichtigen. 🏭 Serielles Sanieren bietet dabei mehr als Kostenvorteile: Vorfertigung, Digitalisierung sowie die Verbindung von Planung und Bauen können Geschwindigkeit, Produktivität und Qualität deutlich erhöhen. Gleichzeitig schafft die Rahmenvereinbarung mehr Planungssicherheit für die Unternehmen und erleichtert Wohnungsunternehmen die Vergabe. Jetzt kommt es darauf an, aus dem großen Marktinteresse konkrete Projekte zu machen. Denn eines ist sicher: Serielles Sanieren ist längst mehr als ein Experiment – es kann zu einem wichtigen Baustein für den klimaneutralen Gebäudebestand werden.

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