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Gemeindecheck des Instituts der deutschen Wirtschaft: Wie gut ist meine Gemeinde versorgt?

Köln – Wo gibt es genug Ärzte und Schulen, schnelles Internet, gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote? Der neue ­Gemeindecheck des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln vergleicht alle 10.817 Gemeinden: Nordrhein-Westfalen schneidet am besten ab, Schlusslichter liegen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Rheinland-Pfalz.

3. Juni 2026
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Erstmals verknüpft eine solche Untersuchung eine aktuelle, kleinräumige und umfassende Datenbasis zu den Versorgungslagen auf Ebene von über 10.941 Gemeinden mit einer geokodierten Personenbefragung. Auf Basis von 17 teilweise mit Webscraping erhobenen Indikatoren aus den Bereichen Digitales, Gesundheit, Mobilität, Freizeit und Bildung lässt sich der Mechanismus zwischen Unzufriedenheit mit der lokalen Daseinsvorsorge und der voranschreitenden politischen Entfremdung genauer untersuchen. Konkret wird analysiert, inwiefern objektive Mängel in der lokalen Daseinsvorsorge subjektiv wahrgenommen und als Ausdruck von Staatsversagen interpretiert werden, wodurch sie zur politischen Entfremdung beitragen.

Die Mehrheit der Menschen (53,2 Prozent) in Deutschland ist mit der Daseinsvorsorge im eigenen Umfeld zufrieden. Obwohl die Bewertung in urbanen Umfeldern (55,2 Prozent Zufriedene) positiver ausfällt als im ländlichen Raum (45,1 Prozent Zufriedene), sind diese Unterschiede letztlich überschaubar. Deutlicher zeigen sich parteipolitische Disparitäten in der Bewertung. Allein in der AfD-Anhängerschaft überwiegt der Anteil, der die Daseinsvorsorge negativ einschätzt, die Zufriedenen. Die enorme Diskrepanz zu den Einschätzungen der in der politischen Mitte verorteten Wählerschaften bleibt auch dann bestehen, wenn für die unterschiedlichen Lebensumfelder sowie sozio-demographische Charakteristika kontrolliert wird. 

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