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EXPO REAL 2026: Jetzt müssen die Weichen fürs Wohnen neu gestellt werden

München – Die EXPO REAL 2026 hat eines deutlich gemacht: Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft steht weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Hohe Bau- und Finanzierungskosten, umfangreiche Anforderungen an Klimaschutz und Sanierung sowie komplexe regulatorische Vorgaben erschweren Investitionen. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum hoch. Bei zahlreichen Diskussionen am Gemeinschaftsstand Verbände+ wurde deshalb eine zentrale ­Frage immer wieder gestellt: Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit ­wieder mehr gebaut, modernisiert und investiert werden kann?

8. Oktober 2026
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Die Antwort der Wohnungswirtschaft fiel über die drei Messetage hinweg deutlich aus: Sie will bauen, sie will modernisieren und sie will beim Klimaschutz vorankommen. Dafür braucht es allerdings wirtschaftlich tragfähige und verlässliche Rahmenbedingungen. Auf dem Gemeinschaftsstand „Verbände+“ vom BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW, Immobilienverband IVD und Verband der Immobilienverwalter Deutschland VDIV wurde deshalb über konkrete Lösungsansätze ebenso diskutiert wie über die politischen Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt standen dabei die Kosten des Bauens, die Zukunft des Klimaschutzes im Gebäudebestand, Finanzierung und Investitionsbedingungen sowie die Chancen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.

Gebäudetyp E: Einfacher bauen, ohne Qualität zu verlieren

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🏗️ Serielles Sanieren nimmt Fahrt auf – vom Pionierprojekt in die Breite! Wie schaffen wir es, den Gebäudebestand schneller, wirtschaftlicher und zugleich klimaneutral zu machen? Darüber diskutierten heute auf der @[EXPO REAL (Messe München)] am Verbände+ Stand @[Stolte Christian] (@[Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)], @[Tim-Oliver Müller] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]) und GdW-Hauptgeschäftsführerin @[Ingeborg Esser], moderiert von @[Michael Neitzel]. Im Mittelpunkt: die neue Rahmenvereinbarung SerSan 1.0 von GdW, Bauindustrie und dena. Und das Interesse des Marktes ist groß: 48 Teilnahmeanträge sind eingegangen – von regionalen ebenso wie überregionalen Anbietern. 💬 „Die Offenheit unserer Mitgliedsunternehmen für das serielle Sanieren hat deutlich zugenommen“, betonte Ingeborg Esser. Die Rahmenvereinbarung soll insbesondere kommunalen und öffentlichen Wohnungsunternehmen einen deutlich einfacheren und schnelleren Zugang zu seriellen Sanierungslösungen ermöglichen – wesentliche Schritte des aufwendigen europäischen Vergabeverfahrens werden bereits vorweggenommen. Das Potenzial ist enorm: Sechs unterschiedliche Gebäudetypen sowie verschiedene Sanierungs- und Effizienzstandards sollen dafür sorgen, dass Lösungen für einen möglichst breiten Bestand angeboten werden können. Klar wurde in der Diskussion aber auch: Klimaneutralität darf nicht mit maximaler Effizienz jedes einzelnen Gebäudes verwechselt werden. Entscheidend ist der Blick auf den gesamten Bestand. Begrenzte finanzielle Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie die größte CO₂-Wirkung entfalten. Der GdW setzt sich deshalb weiterhin dafür ein, auch EH 85 angemessen in der Förderung zu berücksichtigen. 🏭 Serielles Sanieren bietet dabei mehr als Kostenvorteile: Vorfertigung, Digitalisierung sowie die Verbindung von Planung und Bauen können Geschwindigkeit, Produktivität und Qualität deutlich erhöhen. Gleichzeitig schafft die Rahmenvereinbarung mehr Planungssicherheit für die Unternehmen und erleichtert Wohnungsunternehmen die Vergabe. Jetzt kommt es darauf an, aus dem großen Marktinteresse konkrete Projekte zu machen. Denn eines ist sicher: Serielles Sanieren ist längst mehr als ein Experiment – es kann zu einem wichtigen Baustein für den klimaneutralen Gebäudebestand werden.

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