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DESWOS-Projekt in Tansania: Rechte für Kinder durchsetzen, strukturelle Armut bekämpfen

Kilolo/Köln – „Das neue Bildungszentrum, das die DESWOS in der Bezirksstadt Kilolo in Zentral-Tansania aufbaut, ist mehr als nur eine Schule – es ist ein Versprechen an die Zukunft der Kinder.“ So der Wortlaut der Spendenbitte, die die Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen DESWOS Ende April 2025 an die Förderer versendet hat. Doch ist Bildung wirklich so entscheidend? Kann mangelnde Bildung das ganze Leben von Menschen tiefgreifend beeinflussen?

2. Oktober 2025
DESWOS
Hier macht das Lernen Spaß! Hell, farbenfroh und kindgerecht sind die Klassenräume im DESWOS-Projekt, dem Bildungszentrum im Ort Kilolo in Tansania.

Wir können uns alle vorstellen, wie die berufliche Entwicklung von Kindern sein wird, die keine Grundbildung, keine grundlegenden Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen erhalten. Doch Kinder aus in Armut lebenden Familien in Tansania trifft es besonders hart.

Die Einschulungsrate ist laut UNESCO relativ hoch, doch nur etwa 66 Prozent der Jungen und 72 Prozent der Mädchen schließen die Grundschule ab. Diese sogenannten „School dropouts“ sind besonders gefährdet in Kinderarbeit ausgebeutet zu werden. Sie finden später meist nur sehr schlecht bezahlte und unsichere Jobs. Das verfestigt die Armut, ein sozialer Aufstieg ist für sie kaum möglich. Auch die Gesundheit der Kinder ist im Verlauf ihres Lebens stärker gefährdet, da sie sich nur unzureichend über Ernährung, Hygiene und Krankheiten informieren können. Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist aufgrund von Armut begrenzt. Damit sinkt ihre Lebenserwartung deutlich. Sie beträgt in Tansania im Durschnitt nur 67,4 Jahre.

Zum Vergleich: In Deutschland ist die Lebenserwartung dank vieler Fortschritte in unter anderem der medizinischen Versorgung, Hygiene, Ernährung und verbesserter Arbeitsbedingungen inzwischen auf über 80 Jahre gestiegen. Erschwerend kommt hinzu, dass Menschen mit einem geringeren Bildungsstand sich kaum an politischen Prozessen beteiligen können. Sie können sich nur eingeschränkt für ihre Rechte einsetzen, bestehende Strukturen ändern und langfristig bessere Lebensbedingungen in einer Gesellschaft schaffen.

Aus all diesen Gründen ist das Recht auf Bildung so außerordentlich wichtig, ein allgemeines kulturelles Menschenrecht und auch im Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention festgelegt. Dass Kinder dieses Recht auf Bildung auch erhalten, dafür setzt sich die DESWOS seit Jahrzenten in zahlreichen Projekten mit dem Bau von Schulen, Schulwohnheimen, Unterkünften von Lehrkräften und Vielem mehr ein.

Was hier wie ein Spiel mit großen Bauklötzen aussieht, erfordert von den Kleinen schon räumliches Denken und Feinmotorik.

Im aktuellen Projekt in Kilolo wird die DESWOS mit der Organisation Streetkids International und der Hilfe von Spendern mit der Eröffnung des neuen Bildungszentrums 240 Kindern die Türen zu einem anderen, selbstbestimmteren Leben öffnen. Davon profitieren auch nachfolgende Generationen weiterer Schulkinder. Wenn diese Kinder eines Tages mit einem Schulabschluss das Bildungszentrum verlassen und sich für weiterführende Schulen qualifiziert haben, werden sie deutlich bessere Voraussetzungen besitzen – für gesellschaftliche und politische Teilhabe, ein gesundes Leben und ein faires Einkommen unter sicheren Arbeitsbedingungen. Es geht uns also nicht nur um Fürsorge und sicher nicht um „Wohltätigkeit“ für Kinder in Tansania. In den Bildungsprojekten der DESWOS werden Menschen, die von struktureller Armut betroffen sind, darin unterstützt, ihre Rechte wahrnehmen zu können und Armut eigenständig zu überwinden. (mei)

In vielen Teilen der Welt träumen junge Menschen davon, ein selbst bestimmtes Leben führen zu können. Doch ihre Träume treffen oftmals auf eine Realität, in der viele die Schule nicht abschließen und eine Berufsausbildung machen können. Gemeinsam mit lokalen Partnern bieten wir Ausbildungsprogramme an, um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen.

Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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