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Bundesregierung definiert Ziele der Stadtentwicklung

Berlin – Lebenswerte, funktionsfähige und gemeinwohlorientierte Städte, Gemeinden und Regionen sind gemeinsames Ziel auf allen föderalen Ebenen der Bundesrepublik. Dies schreibt die Bundesregierung in dem als Unterrichtung vorgelegten Stadtentwicklungsbericht. Verfolgt werde das Ziel einer nutzungsgemischten Stadt mit der räumlich-funktionalen Verschränkung von Wohnen, Arbeit, Handel, dem Ausbau des regionalen Umweltverbunds für stadtverträgliche Mobilität sowie guter Ausstattung für Erholung, Freizeit und Sport. Das Quartier sei dabei die zentrale Handlungsebene. Lebendige und lebenswerte Quartiere in Kommunen würden durch eine geschlechtersensible und -gerechte Gestaltung von Räumen gefördert, welche den unterschiedlichen Bedürfnissen und Anforderungen verschiedener Nutzergruppen Rechnung trage. „Kulturelle Vielfalt und die Diversität der Lebensstile sind ein Gewinn, der Kommunen zu Orten der Kommunikation und Innovation macht“, schreibt die Regierung.

16. Juli 2026
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Des weiteren wird urbane Resilienz in Bezug auf die Klimaanpassung von Städten und Gemeinden auch in Verbindung mit Aspekten der sozialen Resilienz als zunehmend wichtiges Aufgaben- und Handlungsfeld der Stadtentwicklungspolitik des Bundes beschrieben. Die Sicherung einer ausreichenden, angemessenen und bezahlbaren Wohnraumversorgung für alle Bevölkerungsteile sei ebenfalls eines der zentralen Ziele der Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik der Bundesregierung.

Der Bericht zeigt außerdem die Entwicklung der Einwohnerzahlen von Städten und Regionen auf. Im Jahr 2024 habe die Bevölkerungszahl in Deutschland fast 83,6 Millionen betragen, ein Plus von über 120.000 Menschen gegenüber dem Vorjahr. Die nach Deutschland eingewanderten Personen zieht es nach Angaben der Regierung weiterhin in die Städte. 1950 hätten nur knapp 62 Prozent der Bevölkerung in Gemeinden über 5.000 Einwohner gelebt. 2023 seien es bereits 86,2 Prozent gewesen.

Allerdings ändert sich die Zusammensetzung der Bevölkerung in den Großstädten. „Seit 2014 ziehen innerhalb Deutschlands mehr Personen aus den Großstädten in andere Kommunen fort als zu“, erläutert die Bundesregierung. In den Jahren 2022 und 2023 seien diese Verluste am höchsten gewesen. Diesen jährlichen Binnenwanderungsverlusten in kreisfreien Großstädten von zuletzt rund 130.000 Personen pro Jahr würden allerdings deutliche „Außenwanderungsgewinne“ gegenüber stehen, die die Bundesregierung für 2023 auf 310.000 Personen beziffert. Dies gelte jedoch nicht für alle Altersgruppen. Die Binnenwanderungsverluste der Großstädte resultierten vor allem aus dem Wegzug von Familien. Dagegen ziehe es vor allem junge Menschen im Alter von 18 bis unter 30 Jahren vornehmlich in die Großstädte.

Den Bericht finden Sie unter
www.bmwsb.bund.de

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