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Bautrends 2035: Wie sich Bauen, Investieren und Standorte in den kommenden Jahren verändern

München – Die Bau- und Immobilienbranche steht vor einem tiefgreifenden strukturellen Wandel. Nicht kurzfristige Konjunkturzyklen, sondern langfristige Trends wie Fachkräftemangel, steigende Projektkomplexität und veränderte Investitionsmodelle werden das Bauen in den kommenden Jahren prägen. Das zeigt die Studie „Bautrends 2035“ der auf Bau und Infrastruktur spezialisierten Strategieberatung S&B Strategy, für die rund 200 Marktteilnehmer aus Planung, Bauausführung, Industrie und Investorenumfeld befragt wurden.

23. Januar 2026
Kara - stock.adobe.com

„Die entscheidenden Bautrends der kommenden Jahre liegen nicht im Detail einzelner Bauweisen, sondern in der Frage, wie viel Komplexität der Markt überhaupt noch bewältigen kann“, sagt Fabio Meggle, Senior Manager bei S&B Strategy. „Fachkräfte, Organisation und Produktivität werden darüber entscheiden, ob Projekte realisiert werden – oder scheitern.“

Trend 1: Fachkräftemangel wird zum dauerhaften Engpass

Der dominierende Bautrend bis 2035 ist der anhaltende Fachkräftemangel. 74 Prozent der Befragten zählen ihn zu den drei relevantesten Entwicklungen für die Zukunft der Branche. Der demografische Wandel, fehlender Nachwuchs und steigende Qualifikationsanforderungen verschärfen den Druck auf Bauunternehmen weiter – insbesondere vor dem Hintergrund wachsender technischer und regulatorischer Anforderungen.

Trend 2: Projektkomplexität und Kosten verändern das Bauen grundlegend

Parallel steigt die Komplexität von Bauprojekten deutlich. 53 Prozent der Befragten nennen ein steigendes Preisniveau, 52 Prozent eine zunehmende Projektkomplexität als zentrale Trends. Technische Gebäudeausrüstung, ESG-Vorgaben und regulatorische Anforderungen machen Bauprojekte schwerer kalkulierbar. Klassische, fragmentierte Projektstrukturen geraten damit zunehmend an ihre Grenzen.

Trend 3: Bauentscheidungen werden zur Standortfrage

Die Studie zeigt zudem eine wachsende internationale Vergleichbarkeit von Bau- und Investitionsstandorten. 72 Prozent der Befragten sehen eine zunehmende Relevanz ausländischer Standorte, insbesondere in Osteuropa. Baukosten, Projektlaufzeiten undverfügbare Kapazitäten fließen damit immer stärker in Standort- und Investitionsentscheidungen von Industrie und Investoren ein.

Trend 4: Vom Eigentum zur Dienstleistung

Auf der Nachfrageseite zeichnet sich ein klarer Paradigmenwechsel ab. Rund zwei Drittel der Befragten beobachten eine steigende Nachfrage nach Outsourcing sowie nach Miet- und As-a-Service-Modellen statt klassischem Eigentum. Gebäude, Anlagen und technische Infrastruktur werden zunehmend als flexible Leistungen nachgefragt – mit direkten Auswirkungen auf Geschäftsmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Trend 5: Konsolidierung und integrierte Anbieter gewinnen an Bedeutung

Auch die Marktstruktur verändert sich spürbar. 74 Prozent der Befragten erwarten weiter steigenden Wettbewerbsdruck, 71 Prozent sehen den Aufbau interner Kompetenzen als entscheidend für die Zukunftsfähigkeit. Die Branche bewegt sich weg von kleinteiligen Strukturen hin zu integrierten Anbietern, die Planung, Ausführung und Services aus einer Hand anbieten können.

Die vollständige Studie „Bautrends 2035 – Zukunftstrends in der Bau-und Planungsbranche“ steht auf der Website von S&B Strategy zum kostenfreien Download bereit: https://www.sandb-strategy.com/publikationen/studien/Bautrends-2035 (krü)

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