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Bau-Turbo und serielles Bauen – eine erfolgversprechende Kombination

Oldenburg – Der Bau-Turbo ist wichtig, weil er ­Genehmigungsverfahren ­beschleunigt und Städten und Kommunen neue Handlungsspielräume ­eröffnet. Er setzt auf pragmatische Entscheidungen vor Ort, respektiert ­zugleich die ­kommunale Planungshoheit und ermutigt Kommunen vorhandene ­Wohnraumpotenziale zu heben. Insbesondere bietet sich die Anwendung in der Kombination mit seriellem Bauen an.

1. Oktober 2026
26-02-19_NeubauEckgebäude_Helleheide
Quelle: GSG OLDENBURG

Den seriellen Neubau setzen aktuell die GSG OLDENBURG Bau- und Wohngesellschaft und GOLDBECK gemeinsam in einem ersten Bauvorhaben um. In enger Abstimmung mit der Stadt Oldenburg (Oldb) im Quartier Helleheide bereitet die GSG OLDENBURG im zweiten Bauabschnitt den weiteren Bau von 126 Wohneinheiten, und damit die Fertigstellung der Quartiersentwicklung, vor. Davon werden rund 60 Prozent im geförderten Wohnungsbau (NBank Niedersachsen), sowie 11 Gewerbeeinheiten und soziale Einrichtungen auf rund 10.000 Quadratmetern Wohn- und Gewerbefläche entstehen. Die Nutzung des Bau-Turbos erfolgt hier zur Erhöhung der Geschossigkeit im rechtsgültigen Bebauungsplan N777-F der Stadt Oldenburg.

Auch der zweite Bauabschnitt wird an das vorhandene Quartiers-Nahwärmenetz unter ausschließlicher Nutzung regenerativer Energien angebunden und erweitert dieses um eine weitere Wärmeerzeugungsanlage. Mieterstrommodelle vervollständigen den lokalen Ansatz, der die Nachhaltigkeit im Wohnungsbau bewusst in den Fokus der Bewohnenden rückt. Nach Fertigstellung aller Baukörper wird das autofreie ­Wohnquartier mit Quartiersgarage zudem zur ersten Fußgängerzone in einem Wohngebiet am Stadtrand, was nicht nur in Norddeutschland einmalig sein dürfte. Die Projektkosten für die Kostengruppen (KG) 300-500 + 700 belaufen sich auf rund 32 Millionen Euro.

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🏗️ Serielles Sanieren nimmt Fahrt auf – vom Pionierprojekt in die Breite! Wie schaffen wir es, den Gebäudebestand schneller, wirtschaftlicher und zugleich klimaneutral zu machen? Darüber diskutierten heute auf der @[EXPO REAL (Messe München)] am Verbände+ Stand @[Stolte Christian] (@[Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)], @[Tim-Oliver Müller] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]) und GdW-Hauptgeschäftsführerin @[Ingeborg Esser], moderiert von @[Michael Neitzel]. Im Mittelpunkt: die neue Rahmenvereinbarung SerSan 1.0 von GdW, Bauindustrie und dena. Und das Interesse des Marktes ist groß: 48 Teilnahmeanträge sind eingegangen – von regionalen ebenso wie überregionalen Anbietern. 💬 „Die Offenheit unserer Mitgliedsunternehmen für das serielle Sanieren hat deutlich zugenommen“, betonte Ingeborg Esser. Die Rahmenvereinbarung soll insbesondere kommunalen und öffentlichen Wohnungsunternehmen einen deutlich einfacheren und schnelleren Zugang zu seriellen Sanierungslösungen ermöglichen – wesentliche Schritte des aufwendigen europäischen Vergabeverfahrens werden bereits vorweggenommen. Das Potenzial ist enorm: Sechs unterschiedliche Gebäudetypen sowie verschiedene Sanierungs- und Effizienzstandards sollen dafür sorgen, dass Lösungen für einen möglichst breiten Bestand angeboten werden können. Klar wurde in der Diskussion aber auch: Klimaneutralität darf nicht mit maximaler Effizienz jedes einzelnen Gebäudes verwechselt werden. Entscheidend ist der Blick auf den gesamten Bestand. Begrenzte finanzielle Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie die größte CO₂-Wirkung entfalten. Der GdW setzt sich deshalb weiterhin dafür ein, auch EH 85 angemessen in der Förderung zu berücksichtigen. 🏭 Serielles Sanieren bietet dabei mehr als Kostenvorteile: Vorfertigung, Digitalisierung sowie die Verbindung von Planung und Bauen können Geschwindigkeit, Produktivität und Qualität deutlich erhöhen. Gleichzeitig schafft die Rahmenvereinbarung mehr Planungssicherheit für die Unternehmen und erleichtert Wohnungsunternehmen die Vergabe. Jetzt kommt es darauf an, aus dem großen Marktinteresse konkrete Projekte zu machen. Denn eines ist sicher: Serielles Sanieren ist längst mehr als ein Experiment – es kann zu einem wichtigen Baustein für den klimaneutralen Gebäudebestand werden.

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