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Bau-Turbo: Kommunen sind der Zündschlüssel

Berlin – Am 10.07. fand die erste Lesung des Gesetzes zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung im Deutschen Bundestag statt. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hat die Initiative der Bundesregierung für ein Bau-Beschleunigungsgesetz als starkes Signal für den sozialen Wohnungsbau begrüßt. Doch ob diese Maßnahme in der Praxis tatsächlich Wirkung entfalten wird, bleibt abzuwarten.

10. Juli 2025
GdW
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„Wir begrüßen das Vorhaben der Bundesregierung ausdrücklich“, erklärte GdW-Präsident Axel Gedaschko. „Entscheidend wird jedoch sein, ob der sogenannte Bau-Turbo auch tatsächlich zündet.“

Zunächst sei der Bund gefordert, so Gedaschko weiter. Deutschland brauche ein überragendes öffentliches Interesse am Wohnungsbau – verbunden mit einem echten Neustart auf allen staatlichen und politischen Ebenen: „Wir brauchen eine ‚Fast Lane‘ fürs Wohnen.“

Ein Gesetz allein reiche jedoch nicht aus. Die entscheidende Umsetzung finde vor Ort statt – in den Städten und Gemeinden. Deshalb komme es vor allem auf das Engagement der Kommunen an: „Es braucht mehr als nur politischen Willen auf Bundesebene. Für die tatsächliche Umsetzung der Baubeschleunigung sind die kommunalen Bauämter zuständig. Denn der Schlüssel zum Bau-Turbo liegt letztlich in ihren Händen. Wenn die kommunalen Spitzen nicht mitziehen, bleibt das Gesetz ein Papiertiger.“Denn bislang sind die Genehmigungszahlen niedrig, die Zahl der Wohnungsfertigstellungen ist zuletzt drastisch eingebrochen.

„Der Wohnungsbau steckt in der Krise – und mit ihm die wachsende Zahl verzweifelter Wohnungssuchender“, warnt Gedaschko. „Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen ist dramatisch gesunken, und auch bei den Genehmigungen bewegt sich zu wenig.“

Der Appell des Spitzenverbandes ist daher eindeutig: „Die kommunalen Bauämter müssen sich zu Ermöglichungsbehörden entwickeln – mit klar strukturierten Verfahren, verbindlichen Fristen und spürbarem Rückhalt aus Politik und Verwaltung. Nur dann kann der Bau-Turbo wirklich zünden und der existenzielle Bedarf der Menschen nach Wohnraum endlich gedeckt werden.“ (zei/jaw)

🚨 Wohnungswirtschaft warnt vor Sanierungsbremse: #Wärmewende bei Mietwohnungen droht unbezahlbar zu werden Im Vorfeld der Bauministerkonferenz und mit Blick auf die Haushaltsverhandlungen warnt der #GdW: Die neuen Förderbedingungen der BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) drohen die Wärmewende im Mietwohnungsbau massiv auszubremsen. Die harten Fakten am Beispiel eines Mehrfamilienhauses mit zwölf Parteien: 📉 Die förderfähige Kostenbasis für Einzelmaßnahmen sinkt von 360.000 Euro auf nur noch 153.000 Euro – ein Einbruch von 57,5 Prozent. Das trifft keine Luxussanierungen, sondern genau die sozial orientierten Vermieter, die große Bestände schrittweise und bezahlbar klimaneutral machen müssen. Wer die Kostenbasis für Mehrfamilienhäuser mehr als halbiert, gefährdet bezahlbaren Wohnraum und lässt hohe Energiekosten für Mieterinnen und Mieter unnötig lang bestehen. Die Forderungen des GdW an den Bund: 1️⃣ Kürzung zurücknehmen: Die degressive Kürzung der förderfähigen Kosten bei Mehrfamilienhäusern stoppen. 2️⃣ SerSan-Bonus ausweiten: Den Bonus für serielles Sanieren (SerSan) auf den praxisnahen Standard Effizienzhaus 85 öffnen. 3️⃣ Fokus auf Wirkung: Die Förderung konsequent an echter CO₂-Minderung, Einfachheit und Kostenwirksamkeit ausrichten – statt nur auf den theoretisch höchsten Standard. Die #Bauministerkonferenz muss ein klares Signal an den Bund senden: Nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen und auskömmlicher Förderung kann langfristig in den Klimaschutz investiert werden!

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