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Auswirkungen unterschiedlicher Sanierungsraten auf das Energiesystem und seine Kosten

Berlin - Das Beratungsinstitut Prognos hat im Auftrag der in Berlin ansässigen „Stiftung Klimaneutralität” den Einfluss unterschiedlicher Sanierungsraten im deutschen Gebäudebestand bis zum Jahr 2025 und die damit in Verbindung stehenden systemischen Gesamtkosten für Wohnungsunternehmen und Mieter untersucht. Das Ergebnis der Untersuchung: Klimaneutralität im Gebäudesektor ist auch mit moderater Sanierungsrate auf aktuellem Niveau erreichbar. Entscheidend sei der Fokus auf Heizungstausch und gezielte Sanierung, nicht auf eine generelle Steigerung der Sanierungsquote.

18. Dezember 2025
domoskanonos - stock.adobe.com
domoskanonos - stock.adobe.com

Die Erreichung der Klimaziele mittels moderater Sanierung in Verbindung mit der Nutzung erneuerbarer Energien kann die wirtschaftlichen Gesamtkosten 2025–2045 um ca. 200 Millionen Euro senken, wobei sich die wirtschaftlichen Lasten von der Wohnungswirtschaft auf die Energiewirtschaft verschieben. Die Einsparungen im Gebäudesektor überwiegen dabei jedoch die Mehrkosten des Energiesektor. Die Studie hält die Kostenverlagerung vom Gebäudesektor in den Stromsektor ist trotz der geringen Gesamteinsparungen für sozial vorteilhaft, da die Mehrkosten über das Stromsystem auf viele Verbraucher verteilt werden, während die „Hochsanierung” von Wohngebäuden je nach Zustand des Gebäudes Mieterinnen und Mieter punktuell sehr stark belastet – was die Akzeptanz der Wärmewende stark belastet.

Insgesamt zeigt die Studie, dass die Wohnungswirtschaft mit ihrem 2024 eingeforderten Kurswechsel in der Gebäude-Klimapolitik auf die richtigen Argumente gesetzt hat. Die Prognos-Studie bestätigt zum einen, dass die Sanierung aller Gebäude nicht der einzige Weg zur Klimaneutralität im Jahr 2045 ist, zum anderen zeigt sie auch, dass ein Sanierungszwang der falsche Weg zu eine sozialgerechten Klimapolitik ist.

Die Studie finden Sie hier.

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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