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Prozent betrug der Anstieg der Preise im Wohnungsneubau im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal. Im ersten Quartal hatte der Anstieg im Vorjahresvergleich noch bei 3,3 Prozent gelegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

16. Juli 2026
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Damit steigen die Baupreise im Wohnungsbau weiter deutlich stärker als die allgemeine Inflation. Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen von Mai 2025 bis Mai 2026 um 4,9 Prozent. Insbesondere Dachdeckungsarbeiten sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten waren im Mai 2026 jeweils um 7,3 Prozent teurer als im Mai 2025. Die Preise für Erdarbeiten stiegen im gleichen Zeitraum um 5,4 Prozent. Die Preise für Ausbauarbeiten lagen im zweiten Quartal 2026 um 5,1 Prozent über denen des Vorjahres. Hierbei erhöhten sich die Preise für Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen um fünf Prozent. Diese haben unter den Ausbauarbeiten neben Metallbauarbeiten den größten Anteil am Baupreisindex für Wohngebäude. Für Metallbauarbeiten stiegen die Preise um 4,4 Prozent. Bei Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnischen Anlagen nahmen die Preise um 6,4 Prozent zu, bei Wärmedämm-Verbundsystemen um fünf Prozent. Ebenfalls deutlich teurer wurden die Preise für Instandhaltungsarbeiten an bestehenden Wohngebäuden. Hier betrug der Preisanstieg im zweiten Quartal sogar 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

🏗️ Baugenehmigungen steigen – jetzt muss aus Zuversicht bezahlbarer Wohnraum werden Die Genehmigungszahlen zeigen weiter nach oben: Im Juli wurden bundesweit 22.500 Wohnungen genehmigt, 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von Januar bis Juli waren es 148.800 Wohnungen – ein Plus von 12,9 Prozent. Besonders wichtig für den Mietwohnungsbau: Bei neuen Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 15,1 Prozent auf 79.700. Das ist ein ermutigendes Signal. Aber: Eine Genehmigung ist noch keine gebaute und vor allem keine bezahlbare Wohnung. Auch die jüngste ifo-Umfrage zeigt: Die Zuversicht im Wohnungsbau wächst, die aktuelle Geschäftslage bleibt jedoch schwierig. Was jetzt zählt: 🏠 Baukosten dauerhaft senken – mit einem praxistauglichen Gebäude-Basisstandard und weniger kostentreibenden Anforderungen. 🏠 Gebäudetyp E endlich rechtssicher machen. Die Verzögerungen dürfen so nicht weitergehen. 🏠 Serielles und modulares Bauen stärken und Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen. 🏠 Neubauförderung verlässlich gestalten, insbesondere für das bezahlbare mittlere Mietsegment, und die EH55-Plus-Förderung über das Jahresende hinaus fortführen. 🏠 Bei der Sonder-AfA nach § 7b EStG das vorgeschriebene Effizienzhaus-Niveau auf den kostengünstigeren EH55-Standard absenken. 📣 Bezahlbarer Neubau braucht mehr als steigende Genehmigungszahlen. Er braucht Rahmenbedingungen, unter denen Wohnungsunternehmen tatsächlich bauen können – und Menschen sich die entstehenden Wohnungen leisten können.

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