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Das gesetzliche Alter für eine abschlagsfreie Rente wurde allerdings seit 2012 schrittweise um mehr als ein Jahr angehoben. Auch der tatsächliche Rentenstart verschob sich binnen 10 Jahren im Schnitt um gut 1,3 Jahre nach hinten. Das gesetzliche Rentenalter wird bis 2030 in kleinen Schritten von 65 auf 67 Jahre erhöht, also insgesamt um zwei Jahre. Die bis 2030 hochgerechnete Lebenserwartung wächst laut Antwort der Regierung aber im Mittel nur um ein Jahr für Männer und acht Monate für Frauen. Die im Jahr 2007 beschlossene Anhebung der Regelaltersgrenze für den Renteneintritt von 65 auf 67 Jahre übersteigt damit bereits die tatsächliche Entwicklung der Lebenserwartung deutlich. Die damals zugrunde gelegten Prognosen zur Entwicklung der Lebenserwartungen haben sich als zu optimistisch erwiesen. Die Daten deuten darauf hin, dass der in den Köpfen noch stark verankerte Glaube an ein stetiges Wachstum der Lebenserwartung auf den Prüfstand gehört. Die erwartbare Rentenbezugsdauer von Personen die 60 Jahre und älter sind, hat sich in Folge der Reform von 2007 bereits zwischen 2012 und 2022 reduziert.
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