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Zweiter vdw-Zukunftspreis verliehen: Tolle Lösungen für den „Urbanen Wandel“

Hannover/Bremen – Zum zweiten Mal hat der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen den vdw-Zukunftspreis verliehen, der dieses Mal unter dem Motto „Urbaner Wandel“ stand. Die Aufgabe für die Studierenden bestand darin, ein Industrieareal in Wunstorf (Region Hannover), das vorwiegend aus den 1970er Jahren stammt, in eine attraktive Wohnlandschaft mit bezahlbaren Mieten zu verwandeln. Der mit 5000 Euro dotierte erste Preis ging an die Architekturstudentinnen Therese Fuchs und Emma Pauline Thies, die die fachkundige Jury mit ihrem Beitrag „Zusammenklang“ überzeugt hatten.

4. November 2024
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Insgesamt wurden 20 Arbeiten eingereicht. Die hohe Qualität machte den Juroren um die Braunschweiger Bauprofessorin Elisabeth Endres, die Präsidenten der Architektenkammern Niedersachen und Bremen Robert Marlow und Oliver Platz, die DW-Chefredakteurin Iris Jachertz und vdw-Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt die Beurteilung nicht leicht. Nach intensiven Beratungen wurde das Konzept „Zusammenklang“ auf den ersten Platz gesetzt.

Der zweite Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 2000 Euro ging an Clemens Fabian Bähr und Felix Luther mit ihrer Ausarbeitung „Bricolage Gewerbe Wunstorf“. Über den dritten Preis für „Neues Leben in alten Hallen – Hohenhaus-Quartier Wunstorf“ mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro konnte sich Janika Tolksdorf freuen. Für eine Anerkennung des Beitrags „Wunstorfer Wohnoase“ erhielten Mariam Elghazaly und Louise Rieland 500 Euro.

Die Preisverleihung fand während des vdw-Verbandstages in Emden statt. Laudator Platz ermutigte den Architekturnachwuchs, sich intensiv mit den Herausforderungen der sozialen Wohnungswirtschaft auseinanderzusetzen.

Verbandsdirektorin Dr. Schmitt zog ein sehr positives Fazit: „Die Aufgabe war nicht einfach, die Lösungsvorschläge haben uns alle begeistert. Unserem Verband dürfte es wie schon im Vorjahr gelungen sein, Studierende für die Wohnungswirtschaft zu interessieren. Nachdem wir jetzt zwei Mal in Folge den Fokus auf die Architektur gelegt haben, wird es im nächsten Jahr ein anderes Themenfeld geben.“

Alle Einzelheiten zum Wettbewerb unter www.vdw-zukunftspreis.de

(ens)

Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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