Wohnungswirtschaft Online mobile Logo Wohnungswirtschaft Online desktop Logo
  • wiPlus
  • Bundespolitik
  • Europa & Welt
  • Landespolitik
  • Themen
  • Unternehmen
  • Mediathek
  • Publikationen
  • Abo
  • Newsletter
Wohnungswirtschaft OnlineWohnungswirtschaft Online
Abonnement Anmelden
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw

Wohnungswirtschaft zur Bürgerschaftswahl in Hamburg

Hamburg – Nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg läuft alles darauf hinaus, dass die rot-grüne Rathauskoalition unter SPD-Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher fortgesetzt werden wird. „Die Hamburgerinnen und Hamburger haben Stabilität, Vertrauen und Verlässlichkeit gewählt. Glückwunsch, Dr. Peter Tschentscher", erklärte dazu Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW).

3. März 2025
icon_landesverband_hamburg_1548x1152px

Der künftige Hamburger Senat wird die Maßnahmen zum Klimaschutz vom Kopf auf die Füße stellen müssen. Bislang sehen politische Beschlüsse vor, dass Hamburg bis 2045 klimaneutral werden soll. Allerdings gibt es bereits Forderungen, nach denen die Hansestadt dieses Ziel schon im Jahr 2040 erreichen soll. Die sozialen Vermieter erwarten, dass der Senat dieser Forderung deutlich entgegentritt.

„Der Gebäudesektor ist für ein Viertel der CO2-Emissionen mit verantwortlich. Ein Teil davon entfällt auf Wohngebäude. Daher sind wir uns dessen bewusst, dass die Wohnungswirtschaft einen wichtigen Beitrag zum Erreichen von Klimaneutralität leisten muss. Das stellen wir auch nicht in Frage. Klimaschaden wird teurer als Klimaschutz“, so Breitner.

40 Milliarden Euro für Klimaneutralität allein in Hamburg

„Wir wissen aber bereits heute aus verschiedenen wissenschaftlichen Studien, dass die Dekarbonisierung des nationalen Gebäudebestandes Billionen an Euro kosten wird“, betonte der VNW-Direktor. Allein für die energetische Sanierung der gut 260.000 Hamburger Wohngebäude werden im mittleren Szenario 40 Milliarden erforderlich sein.

Das bedeutet, dass im Durchschnitt für jede Hamburger Wohnung rund 150.000 Euro aufgewendet werden müssen. Bis heute ist unklar, woher das Geld dafür kommen soll? Niemand in der Politik hat dafür einen Plan. Die öffentlichen Kassen werden diese Summe nicht aufbringen können.

„Abgesehen davon frage ich mich, woher die unzähligen Handwerker kommen sollen, die Wärmepumpen errichten, Heizungsanlagen austauschen und Solaranlagen installieren sollen“, sagte Breitner.

Aus der Miete werden die Investitionen nicht zu erwirtschaften sein

Zugleich wissen gemeinwohlorientierte Vermieterinnen und Vermieter in Hamburg: Aus der Miete wird das nicht zu erwirtschaften sein. Diese müssten massiv steigen – und das in einer Situation, in der bezahlbarer Wohnraum wegen anderer Faktoren bereits immer knapper wird.

Die Miete ist für VNW-Mitgliedsunternehmen die einzige Möglichkeit der Refinanzierung für jedwede Investition in den Wohnungsbestand. Derzeit liegen ihre Mieten rund zwei unter dem Wert des Hamburger Mietspiegels. VNW-Unternehmen vermieten in der Hansestadt rund die Hälfte aller Mietwohnungen.

Ein Vorziehen von Klimaneutralität ist nicht umsetzbar

„Wir halten das Ziel, im Jahr 2045 Klimaneutralität zu erreichen für unmöglich. Ein Vorziehen auf das Jahr 2040 wäre jedoch irreal. Das würde alle Beteiligten wirtschaftlich überfordern: Mieterinnen und Mieter sowie Wohnungsunternehmen“, so Breitner.

Um es klar zu sagen: Klimaneutralität im Gebäudebestand ist bis 2040 nicht zu schaffen. Dieser Weg würde für die Mieter sehr teuer, die soziale Vermieter in ihrer Existenz gefährden und das bezahlbare Wohnen bedrohen.

Zudem ist das Vorziehen von Klimaneutralität nicht im Sinne des Klimaschutzes. So müssten Fenster und Heizungen bereits vor ihrem ‚Lebensende‘ ausgetauscht und Wohngebäude noch dicker als bislang gedämmt werden.

Warum es dem Klimaschutz dienen soll, intakte Anlagen zu verschrotten und durch neue Anlagen – deren Produktion klimaschädliche Emissionen verursachen – zu ersetzen, kann niemand erklären.

Mietendeckel bevorzugt Besserverdienende

Auch ein Mietendeckel ist kein Modell für Hamburg. Ein Mietendeckel bevorzugt Besserverdienende, weil dieser in erster Linie hohe Mieten in besonders guten Lagen deckelt.

Mieter von Wohnungen mit geringen Mieten wiederum müssen dagegen damit leben, dass ihre Wohnungen schleppender als bislang modernisiert werden, weil den Wohnungsunternehmen die dafür notwendigen Einnahmen fehlen.

Zudem bedroht ein Mietendeckel massiv den Wohnungsneubau und schafft nicht eine einzige Wohnung. „Den Befürwortern eines Mietendeckels möchte man zurufen: Denken statt Deckeln! Besonnen und ruhig weiter auf den Neubau setzen – das ist der richtige norddeutsche Weg“, so Breitner.

Der „Hamburg Standard“ ist die richtige Grundlage, um die galoppierenden Baukosten einzudämmen und den Neubau wirtschaftlich wieder attraktiver zu machen. Wenn die hohe Nachfrage das geringere Angebot übersteigt, hat sich bewährt, mehr zu schaffen und dann anzubieten. (schir)

Die #Wärmewende scheitert nicht an fehlenden Projektideen. Entscheidend ist ihre Finanzierung – und die richtige politische sowie regulatorische Rahmensetzung. Neue Wärmenetze und moderne Infrastrukturen benötigen viel Kapital und lange Planungshorizonte. Gleichzeitig beeinflussen Regulierungen, die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), Baukosten und Anschlussquoten die Wirtschaftlichkeit. Doch wie gelingt der praktische Übergang? Von Fragen wie dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) auf dem Prüfstand bis hin zur Frage, wie man Fernwärme und Wärmepumpe intelligent miteinander versöhnen kann, gibt es viel zu besprechen. Stadtwerke, Banken, Investoren und die Wohnungswirtschaft müssen daher früh klären: • Welche Projekte erfüllen die Finanzierungskriterien? • Wie lassen sich Risiken fair verteilen? • Welche Förderinstrumente und Rahmenbedingungen (wie das GMG oder die Kommunale Wärmeplanung) schaffen echte Planungssicherheit? • Wie entstehen tragfähige Refinanzierungsmodelle im Wärmemarkt? Genau diesen drängenden Fragen widmen wir uns bei der Energiemanager-Konferenz 2026 im Rahmen des Themenblocks „Positionen zum Fortgang der Wärmewende“. Wir freuen uns sehr auf den hochkarätigen Austausch und die Diskussion mit starken Expertinnen und Experten aus der Praxis: 🎙️ @[Ingeborg Esser] (Hauptgeschäftsführung, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft) 🎙️@[Kerstin Andreae] (Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung, @[BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.]) 🎙️ Klaus Köhler (Partner, m3 management consulting) 🎙️ Andreas Reinhardt (Geschäftsführer, @[Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg GmbH]) https://lnkd.in/dKMhAs-f

0 Share

wi Wohnungspolitische Informationen 39/2026

page_1

WI 39/2026

  • Registrieren
  • Abonnement
  • Artikel ansehen
  • Newsletter
  • Abonnement
  • Kündigung
  • Kontakt
  • Mediadaten
Wohnungswirtschaft Online Abonnement Anmelden

Unsere Partner

  • DigiWoh
  • BBA
  • BID
  • Housing Europe
  • Initative Wohnen
  • NaWoh
  • Praxispfad
  • DEWSWOS
  • EBZ
  • InWIS
  • © Copyright 2026
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw