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Wohnungswirtschaft in Bremen fordert einfachere Baustandards, Tempo in den Ämtern und bessere Förderung

Bremen – Die soziale Wohnungswirtschaft übt Kritik an der im vorigen Juni vom Bremer Senat eingesetzten Senatskommission „Wohnungsbau“. Der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw), warnt davor, weiter Zeit zu verlieren. Auch in Bremen sind Neubau und Sanierungen wegen schlechter Rahmenbedingungen eingebrochen. Daher benötigt es dringend Maßnahmen, um zu reduzierten Kosten Wohnraum zu schaffen.

17. April 2025
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„Wir benötigen rasch handfeste Entscheidungen der Senatskommission Wohnungsbau, die es ermöglichen, zügig und effizient bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Mehr Flexibilität beim Bauen, mehr Tempo bei den Genehmigungsverfahren und gezielte finanzielle Unterstützungen für soziale orientierte Wohnungsunternehmen – das sind die Zutaten, die die Baukosten senken und den bezahlbaren Wohnungsbau aus der Talsohle holen“, sagte vdw-Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt.

Der Verband hat folgende Forderungen formuliert:

Unzureichende Haushaltsmittel: Die Bremische Bürgerschaft hat bislang keine zusätzlichen finanziellen Mittel bereitgestellt, um dem Wohnraummangel entgegenzuwirken. Das muss schleunigst geändert werden. Auf die Dringlichkeit dieser Entscheidung haben wir alle Abgeordneten in Bremen hingewiesen.

Forderung nach Anpassung der Energiestandards: Der vdw Niedersachsen Bremen fordert eine generelle Absenkung der Energiestandards für Neubauten und Sanierung, um es insbesondere sozial orientierten Wohnungsunternehmen zu ermöglichen, bezahlbare Wohnungen zu schaffen.

Notwendigkeit von Erleichterungen im Neubau: Es bedarf dringend vereinfachter Bauvorschriften und finanzieller Anreize, um sozial verträgliche Mieten gewährleisten zu können.

Mittelfristige Deregulierung des Bauens: Eine Deregulierung ist notwendig, um Innovationen zu fördern und kostengünstiges Bauen zu ermöglichen. Der Gebäudetyp E muss jetzt mit rechtssicheren Standards und Regelungen zum Leben erweckt werden. (ens)

🏗️ Baugenehmigungen steigen – jetzt muss aus Zuversicht bezahlbarer Wohnraum werden Die Genehmigungszahlen zeigen weiter nach oben: Im Juli wurden bundesweit 22.500 Wohnungen genehmigt, 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von Januar bis Juli waren es 148.800 Wohnungen – ein Plus von 12,9 Prozent. Besonders wichtig für den Mietwohnungsbau: Bei neuen Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 15,1 Prozent auf 79.700. Das ist ein ermutigendes Signal. Aber: Eine Genehmigung ist noch keine gebaute und vor allem keine bezahlbare Wohnung. Auch die jüngste ifo-Umfrage zeigt: Die Zuversicht im Wohnungsbau wächst, die aktuelle Geschäftslage bleibt jedoch schwierig. Was jetzt zählt: 🏠 Baukosten dauerhaft senken – mit einem praxistauglichen Gebäude-Basisstandard und weniger kostentreibenden Anforderungen. 🏠 Gebäudetyp E endlich rechtssicher machen. Die Verzögerungen dürfen so nicht weitergehen. 🏠 Serielles und modulares Bauen stärken und Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen. 🏠 Neubauförderung verlässlich gestalten, insbesondere für das bezahlbare mittlere Mietsegment, und die EH55-Plus-Förderung über das Jahresende hinaus fortführen. 🏠 Bei der Sonder-AfA nach § 7b EStG das vorgeschriebene Effizienzhaus-Niveau auf den kostengünstigeren EH55-Standard absenken. 📣 Bezahlbarer Neubau braucht mehr als steigende Genehmigungszahlen. Er braucht Rahmenbedingungen, unter denen Wohnungsunternehmen tatsächlich bauen können – und Menschen sich die entstehenden Wohnungen leisten können.

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