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Wohnungswirtschaft erwartet von norddeutschen Bauministern Antworten zum Baurecht, zum Klimaschutz und zum Gebäudetyp E

21. Januar 2026
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Bremen – Mit großen Erwartungen blickt der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw) auf den dritten Norddeutschen Wohngipfel am 23. Januar 2026 in Bremen. Das Treffen der Bauminister der fünf norddeutschen Bundesländer steht unter dem Motto „Mehr Tempo im Norden für Planen und Bauen“.

„Wir halten eine Beschränkung von Erleichterungen für den Wohnungsbau auf Gebiete mit angespannten Wohnungsmärkten (§ 201a BauGB) für nicht zielführend. Der Wohnraummangel ist ein bundesweites Phänomen, auch in Städten und Gemeinden ohne formell festgestellte Anspannung. Daher lautet unsere zentrale Forderung: Vorrang für den Wohnungsbau in allen Städten und Gemeinden! Dies muss bei der Novellierung des Baugesetzbuches unbedingt beachtet werden“, forderte vdw-Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt von der Runde, dem sozial orientierten Wohnungsbau uneingeschränkt Vorfahrt einzuräumen.

Weiterer Knackpunkt aus Sicht der sozial orientierten Wohnungswirtschaft sind die offenen Fragen rund um den Gebäudetyp E. Verbandsdirektorin Dr. Schmitt betonte, dass die norddeutschen Länder zwar bereits Standards formuliert hätten, aber Rechtsunsicherheiten die Umsetzung bisher behinderten: „Wann erfolgt eine Anpassung des BGB insbesondere zu Haftungs- und Gewährleistungsfragen? Wie wird die Abweichung von anerkannten Regeln der Technik bundesweit rechtssicher ermöglicht?“

Eine weitere große Herausforderung der Wohnungswirtschaft ist der klimagerechte Umbau des Wohnungsbestandes. „Die Bundesländer haben ehrgeizige Ziele hin zur Klimaneutralität formuliert. Aber: Welche konkreten Pfade zur Zielerreichung sind vorgesehen? Wie sollen Zielkonflikte zwischen Klimaschutz und Bezahlbarkeit aufgelöst werden? Wie sollen diese Zieljahre konkret erreicht werden – mit welchen Instrumenten und welcher Finanzierung? Wir erwarten vom Norddeutschen Wohngipfel dazu klare Antworten“, sagte Dr. Schmitt dazu. (ens)

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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