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Wohnungsbau in Mittelfranken bricht ein – Fördersituation verunsichert Wohnungsunternehmen

Nürnberg – Die sozial orientierten Wohnungsunternehmen in Mittelfranken verzeichnen einen weiteren Rückgang beim Wohnungsneubau. Im Jahr 2024 wurden durch die Unternehmen 262 Wohnungen fertiggestellt. Vor drei Jahren waren es noch 842 Wohnungen. Bei der Frühjahrstagung der Vereinigung der Wohnungsunternehmen in Mittelfranken kritisieren die 54 Mitglieder die unsichere Fördersituation und zeigen Lösungen für die Baukrise auf. „Die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen ist riesig. Die Politik muss dringend handeln“, kommentierte Hans Maier, Vorstand beim Verband bayerischer Wohnungsunternehmen.

20. März 2025
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In den bayerischen Städten ist der Wohnungsmarkt angespannt wie lange nicht. Laut dem Verband bayerischer Wohnungsunternehmen fehlen rund 200.000 bezahlbare Wohnungen in Bayern. „Bei uns gibt es jedes Jahr 1.500 Bewerbungen, aber nur 100 Wohnungen werden frei“, verdeutlichte Roland Breun, Vorstand der Vereinigung der Wohnungsunternehmen in Mittelfranken und der Wohnungsgenossenschaft Fürth-Oberasbach. Das große Interesse liegt an den attraktiven Preisen. Die Durchschnittsmieten für die rund 77.000 Wohnungen der Wohnungswirtschaft in Mittelfranken beträgt 7,46 Euro pro Quadratmeter. „Um auch bei neuen Wohnungen attraktive Mieten anbieten zu können, braucht es wieder bessere Rahmenbedingungen“, sagte Marko Dörsch, ebenfalls Vorstand der Vereinigung der Wohnungsunternehmen in Mittelfranken.

Die sozial orientierten Wohnungsunternehmen haben seit 2015 massiv in den Wohnungsbau investiert. Doch die schwierige Situation mit hohen Baukosten, gestiegene Zinsen und einer zunehmend unplanbaren Wohnraumförderung haben die Bauprogramme ausgebremst. „Unsere Mitgliedsunternehmen können aktuell nur mit Wohnraumfördermittel bauen. Bei einer fehlenden Förderung müssen 75 Prozent der Wohnungsunternehmen ihre Neubauprojekte zurücknehmen oder stark reduzieren“, erklärte der Verbandsdirektor

Wohnraumförderung: Verband fordert längere Bindungen

Doch die Fördersituation im Freistaat wird zunehmend komplizierter. Neben den kommunalen und kirchlichen Wohnungsunternehmen sowie den Wohnungsgenossenschaften, die sich traditionell im geförderten Wohnungsbau engagieren, treten zunehmend neue Akteure in diesem Marktsegment auf. „Wegen der Baukrise möchten immer mehr private Wohnungsunternehmen und Bauträger mit Fördermitteln bauen“, erklärte Maier. Die Folge: Die Fördermittel sind deutlich überzeichnet. Im Jahr 2024 wurden sie restlos abgerufen und auch für 2025 ist das Förderprogramm bereits ausgebucht. Für den Verband bayerischer Wohnungsunternehmen ist klar: Die geförderten Wohnungen werden mit Steuergeldern für Menschen gebaut, die sich nicht aus eigener Kraft am Wohnungsmarkt versorgen können. Diese Wohnungen dürfen nach Ablaufen der Sozialbindungen nicht zum Handelsobjekt werden. Der Verband schlägt deshalb längere Belegungsbindungen für geförderte Wohnungen vor. 25 Jahre für geförderte Wohnungen seien zu kurz. „Die Wohnraumförderung muss von der Politik so gestaltet werden, dass sie die bestandshaltenden Unternehmen stärkt und über den gesamten Bindungszeitraum eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wohnungen ermöglicht“, bekräftigte wbg Nürnberg-Geschäftsführer Ralf Schekira.

pixabay pixabay

Lösungen für die Baukrise

Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl fordert Verbandsdirektor Maier, dem Thema Wohnen mehr Bedeutung beizumessen. Der Wohnungsbau müsse Bestandteil des geplanten Sondervermögens für Infrastruktur werden. Die wichtigste Stellschraube zur Lösung der Baukrise sind die Baukosten. Als konkrete Maßnahmen für schnelle Erfolge schlägt der Verband Reduzierungen bei den Baustandards, die Vereinfachung des Baurechts und eine bessere Förderung des seriellen und modularen Bauens vor. Außerdem müsse der Gebäudetyp E, wie einfach bauen, weiter vorangebracht werden. „Das Bauen muss einfacher, schneller und kostengünstiger werden“, sagte Maier.

Bei der Wohnraumförderung spricht sich die Wohnungswirtschaft für eine Stärkung und Verstetigung der Fördermittel aus. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Stärkung des Wohneigentums. Deshalb setzt sich der Verband für steuerliche Anreize im Mietwohnungs- und Eigenheimbau ein. (strau)

Die #Wärmewende scheitert nicht an fehlenden Projektideen. Entscheidend ist ihre Finanzierung – und die richtige politische sowie regulatorische Rahmensetzung. Neue Wärmenetze und moderne Infrastrukturen benötigen viel Kapital und lange Planungshorizonte. Gleichzeitig beeinflussen Regulierungen, die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), Baukosten und Anschlussquoten die Wirtschaftlichkeit. Doch wie gelingt der praktische Übergang? Von Fragen wie dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) auf dem Prüfstand bis hin zur Frage, wie man Fernwärme und Wärmepumpe intelligent miteinander versöhnen kann, gibt es viel zu besprechen. Stadtwerke, Banken, Investoren und die Wohnungswirtschaft müssen daher früh klären: • Welche Projekte erfüllen die Finanzierungskriterien? • Wie lassen sich Risiken fair verteilen? • Welche Förderinstrumente und Rahmenbedingungen (wie das GMG oder die Kommunale Wärmeplanung) schaffen echte Planungssicherheit? • Wie entstehen tragfähige Refinanzierungsmodelle im Wärmemarkt? Genau diesen drängenden Fragen widmen wir uns bei der Energiemanager-Konferenz 2026 im Rahmen des Themenblocks „Positionen zum Fortgang der Wärmewende“. Wir freuen uns sehr auf den hochkarätigen Austausch und die Diskussion mit starken Expertinnen und Experten aus der Praxis: 🎙️ @[Ingeborg Esser] (Hauptgeschäftsführung, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft) 🎙️@[Kerstin Andreae] (Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung, @[BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.]) 🎙️ Klaus Köhler (Partner, m3 management consulting) 🎙️ Andreas Reinhardt (Geschäftsführer, @[Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg GmbH]) https://lnkd.in/dKMhAs-f

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