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Sommerkonferenz in Sachsen-Anhalt: Fachtagung für Vorstände, Prokuristen und Führungskräfte

Werder – Im Rahmen der Sommerkonferenz des Verbands der Wohnungsgenossenschaften Sachsen-Anhalt kamen am 7. Juli 2025 Führungskräfte der Wohnungswirtschaft in Werder zusammen, um über aktuelle politische, technologische und gesellschaftliche Herausforderungen zu diskutieren.

10. Juli 2025
VdWg
Dr. Matthias Kuplich (VdWg), Dr. Christian Welzbacher (HPI) und Dr. Christian Lieberknecht (GdW) (v. l.)VdWg

Ein Highlight der Tagung war der Vortrag von Dr. Christian Lieberknecht, Geschäftsführer des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. In seinem Beitrag „Die ersten Tage der neuen Bundesregierung – oder: Was kann Wohnungspolitik heute?“ gab Dr. Lieberknecht einen fundierten Einblick in die wohnungspolitischen Weichenstellungen der frisch gewählten Regierung unter Kanzler Friedrich Merz. Dabei zeigte er auf, welche Chancen und Herausforderungen sich für die Branche aus den geplanten Reformen im Mietrecht, der energetischen Gebäudesanierung und der Städtebauförderung ergeben.

Weitere Impulse der Tagung lieferten Beiträge zu aktuellen Transformationsprozessen im Handwerk, zur digitalen Zukunft der Wohnungswirtschaft und zur psychischen Gesundheit in herausfordernden Arbeitsumfeldern. Dr. Christian Welzbacher vom Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik (HPI) thematisierte die Innovationskraft des Handwerks angesichts von Digitalisierung und Dekarbonisierung, während Prof. Dr. Alcay Kamis die Kluft zwischen digitaler Vision und Realität in der Branche analysierte. Abgerundet wurde das Programm durch Prof. Dr. Claas Lahmann, der psychologische Strategien für langfristige Arbeitszufriedenheit aufzeigte. Ein gemeinsamer Netzwerkabend bot schließlich Raum für vertiefte Gespräche und persönlichen Austausch. (zeis)

🏗️ EXPO REAL 2026: Jetzt müssen die Weichen fürs Wohnen neu gestellt werden Der Start der @[EXPO REAL (Messe München)] zeigt deutlich: Die Lage für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft bleibt äußerst angespannt. Hohe Bau- und Finanzierungskosten bremsen den Neubau, Sanierung und Klimaschutz stellen die Unternehmen vor enorme Investitionen – und die Förderbedingungen haben sich in wichtigen Bereichen zuletzt sogar weiter verschlechtert. Umso wichtiger ist die Botschaft aus den vielen Diskussionsrunden und Gesprächen auf der Messe: Die #Wohnungswirtschaft will bauen, modernisieren und beim Klimaschutz vorankommen. Dafür braucht sie aber Rahmenbedingungen, unter denen #Investitionen wieder möglich werden und Wohnen bezahlbar bleibt. In verschiedenen Podiumsdiskussionen haben die GdW-Vorstände @[Axel Gedaschko] und @[Ingeborg Esser] deutlich gemacht, wo angesetzt werden muss: 🏠 Einfacher und günstiger bauen: Der #GebäudetypE beziehungsweise ein bezahlbarer #Basisstandard muss endlich rechtssicher möglich werden – ohne Abstriche bei Sicherheit und Qualität, aber mit weniger überzogenen Standards und Normen. Wir müssen wieder zu Kosten bauen können, die zu den Geldbeuteln der Menschen passen. 🌱 #Klimaschutz bezahlbar machen: Entscheidend ist nicht die theoretisch letzte eingesparte Kilowattstunde, sondern möglichst viel CO₂-Einsparung pro investiertem Euro. Dafür brauchen wir verlässliche Förderung, mehr wirksame Einzelmaßnahmen statt immer höherer Effizienzstandards und vor allem eine konsequente Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Klimaschutz und Bezahlbarkeit müssen zusammen gedacht werden. ⚖️ #Investitionen ermöglichen statt immer weiter regulieren: Bei der anstehenden #Mietrechtsreform brauchen wir eine Gesamtperspektive statt regulatorischem Klein-Klein. Missbrauch muss gezielt bekämpft werden – gleichzeitig brauchen Wohnungsunternehmen Investitionssicherheit für Neubau und Modernisierung. Auch die Vergesellschaftungsdebatte ist in vielen Gesprächen und Diskussionsrunden auf der Messe präsent. Klar ist: Vergesellschaftung schafft keine einzige neue Wohnung. Statt Kapital für die Umverteilung bestehender Wohnungen zu binden, müssen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, mehr bezahlbaren Wohnraum zu bauen und den Bestand zukunftsfähig zu machen. Die vielen Gespräche am Verbände+ Stand auf der EXPO REAL zeigen: An Ideen und Lösungsansätzen fehlt es nicht. Jetzt braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Komplexität und eine Politik, die gemeinsam mit der Praxis dafür sorgt, dass Investitionen wieder möglich werden.

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