Wohnungswirtschaft Online mobile Logo Wohnungswirtschaft Online desktop Logo
  • wiPlus
  • Bundespolitik
  • Europa & Welt
  • Landespolitik
  • Themen
  • Unternehmen
  • Mediathek
  • Publikationen
  • Abo
  • Newsletter
Wohnungswirtschaft OnlineWohnungswirtschaft Online
Abonnement Anmelden
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw

Ostbeauftragten der Bundesregierung erhalten

Hamburg/Berlin – Die Union will Ämter streichen und deshalb künftig auf den Ostbeauftragten der Bundesregierung verzichten. Im 35. Jahr der deutschen Wiedervereinigung mache das Amt keinen Sinn mehr, heißt es aus der CDU/CSU-Bundestagfraktion. Es gebe auch im Westen Deutschlands strukturschwache Regionen, die die Aufmerksamkeit der Bundesregierung benötigten. Das Amt des Ostbeauftragten gibt es seit 2021 und hat der SPD-Politiker Carsten Schneider inne.

20. Januar 2025
icon_landesverband_mecklenburg-vorpommern_1548x1152px

„Grundsätzlich halten wir das Amt des Ostbeauftragten für sinnvoll und wünschen uns, dass es bei der künftigen Bundesregierung erhalten bleibt. Es gibt spezifisch ostdeutsche Probleme, die an die Bundesregierung adressiert und von dieser gelöst werden müssen. Entscheidend ist natürlich, dass der Ostbeauftragte nicht nur so heißt, sondern sich wirklich um die ostdeutschen Bundesländer kümmert“, erklärte Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW).

„Auch wenn der bisherige Amtsinhaber sich nicht um die Probleme der gemeinwohlorientierten Vermieter und damit auch nicht um die wichtige soziale Frage des bezahlbaren Wohnens gekümmert hat, ist das Amt sinnvoll. Die neue Bundesregierung muss endlich eine Lösung für die DDR-Altschuldenproblematik finden.“

Nach wie vor mehr als 100 Millionen Euro DDR-Altschulden

„Ein spezifisches Problem der ostdeutschen Wohnungsunternehmen sind die aus der Wendezeit stammenden DDR-Altschulden“, sagt VNW-Direktor Andreas Breitner. „Diese Schulden waren zu DDR-Zeiten von den Städten, Kreisen und Bezirken auch für den Bau von Straßen, Schulen oder Kindergärten aufgenommen worden und wurden im Zuge der deutschen Wiedervereinigung den sozialen Vermietern aufgebürdet.“

Mecklenburg-Vorpommern habe zwar als einziges ostdeutsches Bundesland eine Regelung für die Übernahme der Altschulden von kommunalen Unternehmen gefunden, so der VNW-Direktor. „Die zahlreichen Wohnungsbaugenossenschaften, die ebenso für niedrige Mieten und damit den sozialen Frieden in unserem Land sorgen, gingen jedoch leer aus. Derzeit lasten Altschulden in Höhe von rund 110 Millionen Euro auf den im VNW organisierten Genossenschaften.“

Die sozialen Vermieter hätten mit großer Enttäuschung zur Kenntnis nehmen müssen, dass den Ostbeauftragten der Bundesregierung, Carsten Schneider, dieses Problem nicht interessiere, sagt VNW-Direktor Andreas Breitner. „So wurden mehrere geplante Treffen abgesagt. Und von einer Initiative, dieses Problem auf Bundesebene anzugehen, ist mir auch nichts bekannt. Die Bundesregierung macht sich hier auf Kosten von Mieterinnen und Mieter einen schlanken Fuß.“

Das Geld aus der Schuldentilgung fehlt bei Energiewende

Die Brisanz der DDR-Altschulden ergibt sich aus den Herausforderungen, vor denen Wohnungsunternehmen im Rahmen der Energiewende stehen. „Um den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen zu mindern, müssen unsere Betriebe in den kommenden Jahren viel Geld investieren. Da ist es mehr als ärgerlich, wenn den Unternehmen wertvolle Finanzmittel aus der Tasche gezogen werden, um Schulden zu begleichen, die sie nicht zu verantworten haben“, sagt Andreas Breitner. „Letzten Ende müssten die Mieterinnen und Mieter der Genossenschaften, „die es ohnehin nicht so dicke haben, diese Kosten über ihre Wohnkosten tragen. Was daran gerecht und sozial sein soll, erschließt sich mir nicht.“

Der VNW-Direktor erwartet von der künftigen Bundesregierung, einen Weg zu finden, auch Wohnungsbaugenossenschaften von dieser Bürde zu befreien. „Wer eine erfolgreiche Energiewende undbezahlbares Wohnen will, der muss die sozialen Vermieter auch die Lage versetzen, diese Ziele umzusetzen.

Die Übernahme von DDR-Altschulden käme einer sinnvollen Wirtschaftsförderung gleich. Profitieren würden Mieterinnen und Mieter, aber auch die vielen Handwerks- und Bauunternehmen vor Ort. Vor allem im ländlichen Raum gehören die sozialen Vermieter zu den wenigen wirtschaftlichen Ankern.“ (schir/schi)

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

0 Share

wi Wohnungspolitische Informationen 33/2026

page_1

WI 33/2026

  • Registrieren
  • Abonnement
  • Artikel ansehen
  • Newsletter
  • Abonnement
  • Kündigung
  • Kontakt
  • Mediadaten
Wohnungswirtschaft Online Abonnement Anmelden

Unsere Partner

  • DigiWoh
  • BBA
  • BID
  • Housing Europe
  • Initative Wohnen
  • NaWoh
  • Praxispfad
  • DEWSWOS
  • EBZ
  • InWIS
  • © Copyright 2026
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw