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Hessen: Kommunen müssen mehr Verantwortung für das bezahlbare Wohnen übernehmen

Frankfurt am Main Wohnraum ist in Hessen vielerorts Mangelware. Doch nicht nur Bund und Land stehen in der Verantwortung, Rahmenbedingungen zu schaffen, die schnell mehr Wohnungen ermöglichen. Auch die Kommunen müssen ihre Gestaltungsspielräume besser nutzen, fordert der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest). In einem Positionspapier hat er seine Forderungen anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl zusammengefasst.

5. März 2026
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„Eine starke sozial orientierte Wohnungswirtschaft ist ein zentraler Schlüssel für bezahlbares Wohnen, soziale Stabilität und lebenswerte Kommunen in ganz Hessen. Angesichts steigender Kosten, wachsender regulatorischer Anforderungen und der großen Aufgaben der Wärmewende benötigen sie jedoch mehr denn je politische Rückendeckung und verlässliche Rahmenbedingungen“, sagte Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand VdW südwest.

Unternehmen müssen handlungsfähig bleiben

Bezahlbares Wohnen zu ermöglichen, sei eine kommunale Gemeinschaftsaufgabe. Kommunen trügen daher eine besondere Verantwortung: Als Eigentümer, Gesellschafter und enge Partner der kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen könnten und müssten sie dazu beitragen, dass diese handlungsfähig bleiben und weiterhin in Neubau, Bestandserhalt und Klimaschutz investieren können, so Tausendpfund weiter.

„Wohnraum entscheidet darüber, ob Menschen in einer Kommune bleiben oder wegziehen, ob Betriebe Arbeitskräfte finden und ob soziale Stabilität in Quartieren erhalten bleibt“, mahnte der Vorstand des VdW südwest. Deswegen müssten Kommunen ihre Mittel – unter anderem aus dem Sondervermögen des Bundes – gezielt zur Unterstützung des bezahlbaren Wohnens einsetzen.

Bauen muss schneller, einfacher und günstiger werden

Zudem sei es wichtig, kritisch zu hinterfragen, welche kommunalen Regelwerke geändert werden können, um die Baukosten zu senken. Satzungen und überhöhte Standards gehörten ebenso konsequent auf den Prüfstand wie zu komplexe Planungs- und Genehmigungsverfahren. „Alle nicht zwingend erforderlichen Regelungen müssen reduziert oder aufgehoben werden, um das Bauen wieder schneller einfacher und günstiger zu machen“, betont Tausendpfund. Dies setze auch voraus, dass digitale Prozesse in der Verwaltung zügig ausgebaut werden und die digitale Infrastruktur generell als wichtiger Standortfaktor in den Kommunen weiterentwickelt werde.

Darüber hinaus plädiert er dafür, die Wohnungsunternehmen frühzeitig in die kommunale Wärmeplanung einzubeziehen und die Wärmewende transparent und verbindlich umzusetzen.

Tausendpfund fordert die Kommunen auf, aktiven und klaren politischen Einsatz für das Wohnen zu zeigen: „Die kommunale Politik muss die Akzeptanz für Wohnen und Bauen vor Ort stärken. Sie muss durch klare Haltung, transparente Kommunikation und frühzeitige Beteiligung Vertrauen schaffen und sichtbar hinter Bau- und Modernisierungsprojekten stehen. Ohne politischen Rückhalt werden die Projekte verzögert oder scheitern – und die Kommunen an Attraktivität verlieren.“

 Positionspapier des VdW südwest zur Kommunalwahl

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