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Herausforderungen und neue Zeiten für die Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen

10. September 2026
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Düsseldorf – International sind politische Gewissenheiten verloren gegangen, auf Bundesebene greifen die ersten Reformen der neuen Bundesregierung, in Nordrhein-Westfalen gelten neue Regeln fürs Bauen – und in Rheinland-Pfalz hat im Mai eine neue Landesregierung die Arbeit aufgenommen. Was bedeuten diese neuen Zeiten für die sozial orientierte Wohnungswirtschaft? Das wurde auf dem Verbandstag des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen  am 2. und 3. September 2026 in Koblenz diskutiert.

Die Baukosten hoch, die Zinsen gestiegen, es werden immer weniger Wohnungen fertiggestellt – dabei wären mehr Wohnungen dringend nötig, damit die Menschen in den Ballungszentren wieder günstiger wohnen können und auf dem Land mehr barrierefreie Wohnungen entstehen. Diese prekäre Lage bildete den Hintergrund der Gespräche und Reden auf dem Verbandstag mit mehr als 400 Teilnehmenden aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle.

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🏗️ Serielles Sanieren nimmt Fahrt auf – vom Pionierprojekt in die Breite! Wie schaffen wir es, den Gebäudebestand schneller, wirtschaftlicher und zugleich klimaneutral zu machen? Darüber diskutierten heute auf der @[EXPO REAL (Messe München)] am Verbände+ Stand @[Stolte Christian] (@[Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)], @[Tim-Oliver Müller] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]) und GdW-Hauptgeschäftsführerin @[Ingeborg Esser], moderiert von @[Michael Neitzel]. Im Mittelpunkt: die neue Rahmenvereinbarung SerSan 1.0 von GdW, Bauindustrie und dena. Und das Interesse des Marktes ist groß: 48 Teilnahmeanträge sind eingegangen – von regionalen ebenso wie überregionalen Anbietern. 💬 „Die Offenheit unserer Mitgliedsunternehmen für das serielle Sanieren hat deutlich zugenommen“, betonte Ingeborg Esser. Die Rahmenvereinbarung soll insbesondere kommunalen und öffentlichen Wohnungsunternehmen einen deutlich einfacheren und schnelleren Zugang zu seriellen Sanierungslösungen ermöglichen – wesentliche Schritte des aufwendigen europäischen Vergabeverfahrens werden bereits vorweggenommen. Das Potenzial ist enorm: Sechs unterschiedliche Gebäudetypen sowie verschiedene Sanierungs- und Effizienzstandards sollen dafür sorgen, dass Lösungen für einen möglichst breiten Bestand angeboten werden können. Klar wurde in der Diskussion aber auch: Klimaneutralität darf nicht mit maximaler Effizienz jedes einzelnen Gebäudes verwechselt werden. Entscheidend ist der Blick auf den gesamten Bestand. Begrenzte finanzielle Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie die größte CO₂-Wirkung entfalten. Der GdW setzt sich deshalb weiterhin dafür ein, auch EH 85 angemessen in der Förderung zu berücksichtigen. 🏭 Serielles Sanieren bietet dabei mehr als Kostenvorteile: Vorfertigung, Digitalisierung sowie die Verbindung von Planung und Bauen können Geschwindigkeit, Produktivität und Qualität deutlich erhöhen. Gleichzeitig schafft die Rahmenvereinbarung mehr Planungssicherheit für die Unternehmen und erleichtert Wohnungsunternehmen die Vergabe. Jetzt kommt es darauf an, aus dem großen Marktinteresse konkrete Projekte zu machen. Denn eines ist sicher: Serielles Sanieren ist längst mehr als ein Experiment – es kann zu einem wichtigen Baustein für den klimaneutralen Gebäudebestand werden.

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