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Hamburger Mietmarkt: Schülerstudie zeigt nur einen Ausschnitt der Realität

Hamburg – Am Montag haben Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Ohmoor die Ergebnisse ihrer jährlichen Untersuchung des Hamburger Mietwohnungsmarktes präsentiert. Grundlage der Untersuchung sind 5.000 Datensätze des Immobilienportals Immowelt. Doch aus Sicht der Wohnungswirtschaft zeichnet die Analyse kein vollständiges Bild der Lage.

4. Mai 2026
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Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), begrüßte zwar das Engagement der Schülerinnen und Schüler, äußerte jedoch deutliche Kritik an der Aussagekraft der Daten. „Die Zahl ‚5.000 Daten‘ klingt zunächst nach sehr viel. Leider bedeuten die Zahlen nicht, dass sie die Lage auf Hamburgs Wohnungsmarkt realitätsnah widerspiegeln“, so Breitner.

Tatsächlich umfasst der Hamburger Mietwohnungsmarkt rund 700.000 Wohnungen. Jährlich wechseln etwa 70.000 davon den Mieter. Die in der Untersuchung erfassten Inserate machten damit nur einen Bruchteil der tatsächlichen Neuvermietungen aus. Hinzu komme, dass viele Wohnungen gar nicht über große Immobilienportale angeboten würden. Genossenschaften, kommunale Anbieter wie SAGA sowie zahlreiche private Unternehmen nutzten eigene Vermietungswege. Diese blieben in der Analyse unberücksichtigt.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Art der erfassten Mietpreise. Die Studie basiere ausschließlich auf sogenannten Angebotsmieten, also den Preisen neu abgeschlossener Verträge. Bestandsmieten, die für die Mehrheit der Mieter relevant sind, seien nicht enthalten.

Laut der zuletzt veröffentlichten Hamburger Mietenstudie liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete im Bestand bei 9,11 Euro pro Quadratmeter. Neuvertragsmieten erreichen im Schnitt 10,13 Euro pro Quadratmeter. Die große Bandbreite zeigt sich ebenfalls deutlich: Der Großteil der Mieten bewegt sich zwischen 7,96 und 10,60 Euro pro Quadratmeter, während 90 Prozent aller Mieten unterhalb von 12,18 Euro liegen.

Nebenkosten und Klimaziele als zentrale Herausforderungen

Für den VNW ergibt sich daraus ein klares Fazit: Die Ohmoor-Studie zeichne ein verzerrtes Bild, da insbesondere günstige Mieten gemeinwohlorientierter Vermieter nicht berücksichtigt seien. Aus Sicht der sozialen Vermieter gebe es keinen Grund für weitere regulatorische Eingriffe in den Wohnungsmarkt. Auch politischer Aktionismus sei unangebracht. Der Wohnungsmarkt funktioniert!

Für viele Haushalte liegt die eigentliche Belastung inzwischen woanders: nicht bei den Kaltmieten, sondern bei den Nebenkosten. Die sogenannte „zweite Miete“ ist in den vergangenen drei Jahren um mehr als 20 Prozent gestiegen und damit deutlich stärker als die Mieten selbst.

Mit Blick in die Zukunft rechnet die Branche mit weiteren Belastungen. Das per Volksentscheid beschlossene Vorziehen der Klimaneutralität in Hamburg auf das Jahr 2040 werde zusätzliche Investitionen erforderlich machen, die sich auch in den Mieten niederschlagen könnten.

Die Wohnungswirtschaft und der Hamburger Senat haben vor wenigen Wochen das Bündnis für das Wohnen erneuert und sich darin auf pragmatische und sinnvolle Maßnahmen geeinigt, den Anstieg der Mieten zu begrenzen. Der sogenannte Hamburg-Standard beispielsweise biete gute Möglichkeiten, im Neubau und hoffentlich auch in der Sanierung die Baukosten zu begrenzen. Auch der Abbau von Bürokratie sei von der Stadtverwaltung versprochen. (schir/ stie)

Am Nachmittag führte die Sommertour nach Speyer 🏘️☀️ Drei Stationen, drei unterschiedliche Ansätze – und doch verbindet sie eine Frage: Wie kann Wohnen bezahlbar, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden? Los ging’s bei der GEWO Speyer 🏗️ In der Kurt-Schumacher-Straße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser mit 42 Wohnungen. Fast die Hälfte wird sozial gefördert. Dank der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz bleibt das Mietniveau auch langfristig für mittlere Einkommen bezahlbar. Klimagerechte Bauweise, fünf barrierefreie Wohnungen – davon drei rollstuhlgerecht – und ein 200 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum ergänzen das Konzept. GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder gab Einblicke in die Umsetzung. Nächster Stopp: @[Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH] 🏙️ Beim Projekt „Seppelskasten“ wurde zwischen 2019 und 2024 eine ehemalige Gewerbeimmobilie in eine moderne, weitgehend barrierefreie Wohnanlage verwandelt. Neubau und teilweise erhaltene Bestandsgebäude verbinden unterschiedliche Wohnformen. Auch eine Wohngruppe des Jugendwerks hat hier ein Zuhause gefunden. Fernwärme, Photovoltaik, begrünte Dächer und zusätzliche Grünflächen machen das Projekt auch energetisch zukunftsfähig. GSW-Geschäftsführer @[Christian Rohatyn] stellte das Projekt vor. Zum Abschluss: Mehrgenerationenwohnen bei der @[Baugenossenschaft Speyer eG] 🤝 13 Wohneinheiten, ein Gemeinschaftsraum und eine Gewerbeeinheit bilden den Rahmen für ein vielfältiges Miteinander. Auszubildende, Senioren, Familien und Alleinerziehende leben hier unter einem Dach. Der GBS-Nachbarschaftsverein sorgt mit regelmäßigen Treffen und Aktivitäten für Austausch und Unterstützung. @[Oliver Pastor] und @[Bernd Reif], Vorstände der GBS Speyer, zeigten, wie soziales Management lebendige Nachbarschaften stärken kann. Drei Projekte, drei Wege – aber eine gemeinsame Perspektive: Zukunftsfähiges Wohnen braucht Bezahlbarkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und lebendige Quartiere. Speyer zeigt, wie das ganz praktisch funktionieren kann. #Sommertour2026 #Wohnungswirtschaft #Speyer #BezahlbaresWohnen #Quartiersentwicklung

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