Deutlicher Anstieg der Insolvenzen im Berliner Bauhauptgewerbe – Brandenburg bleibt stabil
Berlin – Laut aktuellen Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg vom 20. Januar gibt es für das Bauhauptgewerbe eine klare Entwicklung: Im Berliner Bauhauptgewerbe stiegen die Insolvenzen im dritten Quartal 2025 deutlich an. Mit 17 Fällen liegt Berlin mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal (6). Auch der Jahresverlauf weist nach oben: 10 Insolvenzen im ersten, acht im zweiten und 17 im dritten Quartal. In Brandenburg hingegen bleibt das Niveau niedrig und relativ konstant. 2025 wurden fünf Fälle im ersten Quartal, sieben im zweiten und vier im dritten Quartal gemeldet – Werte, die im Bereich der üblichen Schwankungen der Vorjahre liegen.
Die Fachgemeinschaft Bau verweist darauf, dass komplexe Vergabeverfahren, aufwendige Planung und schwierige Finanzierungsbedingungen den wirtschaftlichen Druck auf Unternehmen erhöht haben. Mit dem Runden Tisch „Praxisnahe Vergabe“ wurden konkrete Reformvorschläge an die Senatsverwaltung gerichtet. Gefordert werden darin schnellere Vergabe- und Genehmigungsprozesse, weniger Bürokratie sowie verlässlichere Zahlungsabläufe öffentlicher Auftraggeber. (ebe)
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