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Bezahlbarer Neubau in München vor dem Stillstand

München – Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft in München schlägt Alarm: Wegen massiv gestiegener Baukosten und einer unsicheren Förderung gerät der Neubau bezahlbarer Mietwohnungen zunehmend ins Stocken. Besonders betroffen sind junge Genossenschaften mit ersten Projekten. Zugleich ziehen sich bestandshaltende Wohnungsunternehmen zunehmend aus dem Wohnungsneubau zurück. „Damit laufen wir in Gefahr, zentrale Akteure für dauerhaftes, bezahlbares Wohnen in der Landeshauptstadt zu verlieren“, warnte Ariane Groß, Vorstand der GIMA München, einem Zusammenschluss von 38 Münchner Wohnungsunternehmen.

4. Dezember 2025
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Während größere Bestandshalter sich vom Neubau abwenden und sich auf die Modernisierung ihrer Bestände konzentrieren, kämpfen neu gegründete Genossenschaften ums Überleben. Die Umsetzung geplanter Projekte scheitert oft an fehlender Planungssicherheit. Im schlimmsten Fall müssen sich die jungen Genossenschaften wieder auflösen. „Das ist ein Drama für die Genossenschaften und die Stadtgesellschaft“, sagte Birgit Eckert-Gmell, Vorsitzende der Vereinigung Münchner Wohnungsunternehmen (VMW).

Seit dem Jahr 2015 wurden nach Angaben des VdW Bayern 14 Wohnungsgenossenschaften in München gegründet. Stand heute sind von diesen sechs aufgelöst, drei sind noch ohne konkretes Bauprojekt und fünf Genossenschaften haben es bis zum ersten Projekt geschafft. Die Ursache sind fehlende Grundstücke, die gestiegenen Bauzinsen und eine zuletzt schwierige Situation bei der Wohnraumförderung“, erklärte Verbandsdirektor Hans Maier.

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Zum Abschluss des NEW bauhaus Festivals in Weimar hat Festivaldirektor @[Michael Rücker] zu einer Verbänderunde unter der Überschrift „Neustart Baustelle. Welche Geschäftsmodelle die Bauwirtschaft durch die Transformation tragen“ eingeladen, an der u.a. Dr. @[Christian Lieberknecht] (#GdW) teilnahm. In einem Impulsvortrag von @[Martin Langen] (@[B+L Marktdaten GmbH - construction market research]) wurde deutlich, dass auch künftig eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland besteht. Angesichts eines aktuellen Wohnungsbedarfs von ca. 1,2 Mio. und ca. 10 Mio. Menschen in beengten Wohnungen bedarf es mehr Neubau, auch als wichtige Fluktuationsreserve für den Wohnungsmarkt. @[Dirk Salewski] (@[Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]) machte klar, dass sich in der aktuellen Lage kaum noch ein Haushalt eine neue Wohnung leisten kann. Man sollte daher hinterfragen, ob die hohen Standards des Bauens noch sinnvoll sind. @[Olaf Demuth] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie], @[Zech Group]) verwies auf eine durchschnittliche Auslastung der Bauunternehmen von ca. 75 %, die im Wohnungsbau mit ca. 35-40 % noch deutlich geringer ausfällt. Dr. Tillman Prinz (Bundesarchitektenkammer) betonte, dass mit der Diskussion um den Gebäudetyp E und dem „Hamburg Standard“ der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er sieht zudem Potenziale im Bestand. Dr. Christian Lieberknecht machte deutlich, dass es vor allem darum geht, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Er verwies auf serielles und modulares Bauen als innovativen Lösungsansatz. Mit der Neuauflage der Rahmenvereinbarung 2.0 stellt der GdW seinen 3.000 Mitgliedern 25 ausgewählte Konzepte zur Verfügung. Neben den Verbänden ist auch der Bund gefordert: Das angekündigte Gebäudetyp-E-Gesetz liegt noch immer nicht vor. Seine Verabschiedung ist dringend notwendig, um Baukosten zu reduzieren und dem Wohnungsneubau wieder Schwung zu verleihen.

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