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Bayern: Erste Typengenehmigung beim Wohnungsbau erteilt

München – Das Bayerische Bauministerium hat im Oktober 2025 die erste Typengenehmigung für ein Wohngebäude erteilt. „Wir wollen beim Wohnungsbau auf die Tube drücken: Die Typengenehmigung ermöglicht wesentlich schnellere Verfahren für Gebäude, die mehrfach baugleich oder ähnlich gebaut werden sollen“, sagte der bayerische Bauminister Bernreiter. „Serielles Planen und Bauen wird so noch attraktiver. Insbesondere bei einem hohen Vorfertigungsgrad wie im Holzbau, kann das System seine Stärken ausspielen und einen echten Mehrwert bringen.“

30. Oktober 2025
Simon Malik
Pilotprojekt von B&O in FürthSimon Malik

Die Typengenehmigung ist in der Bayerischen Bauordnung verankert. Sollen bauliche Anlagen mehrfach in derselben Ausführung oder in unterschiedlicher Ausführung, aber nach einem bestimmten System aus Bauteilen, errichtet werden, kann in einer Typengenehmigung festgestellt werden, dass Anforderungen, beispielsweise hinsichtlich des Brandschutzes, eingehalten sind.

Vorteil einer Typengenehmigung ist, dass diese Anforderungen nicht bei jeder Realisierung dieser baulichen Anlage erneut überprüft werden. Beim konkreten Baugenehmigungsverfahren müssen stattdessen nur noch die ortsabhängigen Aspekte, wie beispielsweise die Abstände zu den Grundstücksgrenzen oder die Leistungsfähigkeit der örtlichen Feuerwehr, beleuchtet werden. Typengenehmigungen tragen somit dazu bei, schneller und einfacher zu bauen.

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🏗️ Serielles Sanieren nimmt Fahrt auf – vom Pionierprojekt in die Breite! Wie schaffen wir es, den Gebäudebestand schneller, wirtschaftlicher und zugleich klimaneutral zu machen? Darüber diskutierten heute auf der @[EXPO REAL (Messe München)] am Verbände+ Stand @[Stolte Christian] (@[Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)], @[Tim-Oliver Müller] (@[Hauptverband der Deutschen Bauindustrie]) und GdW-Hauptgeschäftsführerin @[Ingeborg Esser], moderiert von @[Michael Neitzel]. Im Mittelpunkt: die neue Rahmenvereinbarung SerSan 1.0 von GdW, Bauindustrie und dena. Und das Interesse des Marktes ist groß: 48 Teilnahmeanträge sind eingegangen – von regionalen ebenso wie überregionalen Anbietern. 💬 „Die Offenheit unserer Mitgliedsunternehmen für das serielle Sanieren hat deutlich zugenommen“, betonte Ingeborg Esser. Die Rahmenvereinbarung soll insbesondere kommunalen und öffentlichen Wohnungsunternehmen einen deutlich einfacheren und schnelleren Zugang zu seriellen Sanierungslösungen ermöglichen – wesentliche Schritte des aufwendigen europäischen Vergabeverfahrens werden bereits vorweggenommen. Das Potenzial ist enorm: Sechs unterschiedliche Gebäudetypen sowie verschiedene Sanierungs- und Effizienzstandards sollen dafür sorgen, dass Lösungen für einen möglichst breiten Bestand angeboten werden können. Klar wurde in der Diskussion aber auch: Klimaneutralität darf nicht mit maximaler Effizienz jedes einzelnen Gebäudes verwechselt werden. Entscheidend ist der Blick auf den gesamten Bestand. Begrenzte finanzielle Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie die größte CO₂-Wirkung entfalten. Der GdW setzt sich deshalb weiterhin dafür ein, auch EH 85 angemessen in der Förderung zu berücksichtigen. 🏭 Serielles Sanieren bietet dabei mehr als Kostenvorteile: Vorfertigung, Digitalisierung sowie die Verbindung von Planung und Bauen können Geschwindigkeit, Produktivität und Qualität deutlich erhöhen. Gleichzeitig schafft die Rahmenvereinbarung mehr Planungssicherheit für die Unternehmen und erleichtert Wohnungsunternehmen die Vergabe. Jetzt kommt es darauf an, aus dem großen Marktinteresse konkrete Projekte zu machen. Denn eines ist sicher: Serielles Sanieren ist längst mehr als ein Experiment – es kann zu einem wichtigen Baustein für den klimaneutralen Gebäudebestand werden.

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