Wohnungswirtschaft Online mobile Logo Wohnungswirtschaft Online desktop Logo
  • wiPlus
  • Bundespolitik
  • Europa & Welt
  • Landespolitik
  • Themen
  • Unternehmen
  • Mediathek
  • Publikationen
  • Abo
  • Newsletter
Wohnungswirtschaft OnlineWohnungswirtschaft Online
Abonnement Anmelden
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw

Änderung der saarländischen Landesbauordnung: Wohnungswirtschaft unterstützt Vorhaben, fordert aber zugleich weitere Maßnahmen

Saarbrücken – Die saarländische Landesbauordnung soll umfangreich novelliert werden. Im zuständigen Landtagsausschuss für Inneres, Bauen und Sport fand am 30. Januar 2025 eine Anhörung verschiedener Interessensverbände statt, so auch des Verbandes der saarländischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW saar).

13. Februar 2025
icon_landesverband_saarland_1548x1152px

„Der VdW saar begrüßt das Vorhaben der Landesregierung zur Überarbeitung der Landesbauordnung. Der Gesetzentwurf enthält eine Reihe wichtiger Punkte, die das Bauen erleichtern und beschleunigen können, so z. B. die Einführung der Typengenehmigung und die Anpassung des baulichen Brandschutzes“, sagte Volker Leers, Verbandspräsident des VdW saar.

Der VdW saar zeigte den Abgeordneten aber auch kritikwürdige Punkte auf. Von der geplanten PV-Pflicht für den Neubau und die grundlegende Dachsanierung öffentlicher Gebäude wären auch die Wohngebäude öffentlicher Wohnungsunternehmen betroffen. Eine Dachsanierung kann damit unter Umständen stark erschwert werden, sodass die Mehrkosten über höhere Mieten gedeckt werden müssten. Dort, wo es sinnvoll ist, werden ohnehin meist Solaranlagen errichtet. Eine recht pauschale Verpflichtung ist fehl am Platz. Ein weiterer Hinweis erfolgte zum Vollzug der Landesbauordnung durch die Unteren Baubehörden. Dieser ist nach Feststellung des VdW saar teilweise sehr uneinheitlich. „Vor allem beim baulichen Brandschutz und bei der Prüfstatik stellen wir eine sehr unterschiedliche Auslegung der Landesbauordnung fest“, so Leers. „Der VdW saar empfiehlt daher, so wie in anderen Bundesländern auch, eine Verwaltungsvorschrift, die für eine einheitlichere Auslegung und Anwendung der Landesbauordnung durch die Unteren Baubehörden sorgt.“

Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt des VdW saar ist das saarländische Vorgehen zum Widerspruchsverfahren gegen Baugenehmigungen. Das saarländische Ausführungsgesetz zur bundesrechtlichen Verwaltungsgerichtsordnung gibt verbindlich die Durchführung eines förmlichen Widerspruchsverfahrens vor. Dazu Leers: „Diese Vorgehensweise hebelt die Beschleunigungsabsicht der Landesbauordnung völlig aus. Wird gegen eine Baugenehmigung, was inzwischen die Regel ist, Widerspruch erhoben, muss zunächst ein förmliches Widerspruchsverfahren durchgeführt werden. In der Landeshauptstadt Saarbrücken z. B. dauert dies auf Grund der personellen Unterbesetzung des Stadtrechtsausschusses unter Umständen mehrere Jahre. In dieser Zeit kann nicht gebaut werden.“ Der VdW saar fordert daher eine Änderung der landesrechtlichen Rechtslage, so wie in anderen Bundesländern, um an dieser Stelle die Landesbauordnung nicht auszuhebeln. (wack/schi)

🏗️ Baugenehmigungen steigen – jetzt muss aus Zuversicht bezahlbarer Wohnraum werden Die Genehmigungszahlen zeigen weiter nach oben: Im Juli wurden bundesweit 22.500 Wohnungen genehmigt, 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von Januar bis Juli waren es 148.800 Wohnungen – ein Plus von 12,9 Prozent. Besonders wichtig für den Mietwohnungsbau: Bei neuen Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 15,1 Prozent auf 79.700. Das ist ein ermutigendes Signal. Aber: Eine Genehmigung ist noch keine gebaute und vor allem keine bezahlbare Wohnung. Auch die jüngste ifo-Umfrage zeigt: Die Zuversicht im Wohnungsbau wächst, die aktuelle Geschäftslage bleibt jedoch schwierig. Was jetzt zählt: 🏠 Baukosten dauerhaft senken – mit einem praxistauglichen Gebäude-Basisstandard und weniger kostentreibenden Anforderungen. 🏠 Gebäudetyp E endlich rechtssicher machen. Die Verzögerungen dürfen so nicht weitergehen. 🏠 Serielles und modulares Bauen stärken und Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen. 🏠 Neubauförderung verlässlich gestalten, insbesondere für das bezahlbare mittlere Mietsegment, und die EH55-Plus-Förderung über das Jahresende hinaus fortführen. 🏠 Bei der Sonder-AfA nach § 7b EStG das vorgeschriebene Effizienzhaus-Niveau auf den kostengünstigeren EH55-Standard absenken. 📣 Bezahlbarer Neubau braucht mehr als steigende Genehmigungszahlen. Er braucht Rahmenbedingungen, unter denen Wohnungsunternehmen tatsächlich bauen können – und Menschen sich die entstehenden Wohnungen leisten können.

0 Share

wi Wohnungspolitische Informationen 38/2026

page_1

WI 38/2026

  • Registrieren
  • Abonnement
  • Artikel ansehen
  • Newsletter
  • Abonnement
  • Kündigung
  • Kontakt
  • Mediadaten
Wohnungswirtschaft Online Abonnement Anmelden

Unsere Partner

  • DigiWoh
  • BBA
  • BID
  • Housing Europe
  • Initative Wohnen
  • NaWoh
  • Praxispfad
  • DEWSWOS
  • EBZ
  • InWIS
  • © Copyright 2026
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB
Wohnungswirtschaft Online auf LinkedinWohnungswirtschaft Online auf YoutubeWohnungswirtschaft Online auf InstagramWohnungswirtschaft Online auf Gdw